Automatic Data Processing-Aktie: Das ist belastend!

Die ADP-Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Tief, belastet durch Insider-Verkäufe und ein gesenktes Analystenziel, obwohl das operative Geschäft stabil bleibt.

Auf einen Blick:
  • Aktie erreicht neues Jahrestief bei 224,93 US-Dollar
  • Führungskräfte verkaufen Aktien über Handelspläne
  • Stifel senkt Kursziel, behält Hold-Einstufung bei
  • Quartalsgewinn übertrifft Erwartungen der Analysten

Die Aktie von Automatic Data Processing (ADP) markierte gestern ein neues 52-Wochen-Tief bei 224,93 US-Dollar. Trotz solider Quartalszahlen drücken Insider-Verkäufe und eine Kurszielanpassung auf die Stimmung der Anleger. Der Titel setzt damit seine jüngste Schwächephase fort.

Insider-Verkäufe belasten das Sentiment

Aktuelle Börsenmitteilungen belegen, dass Führungskräfte des Unternehmens zuletzt Anteile abgestoßen haben. Executive Vice President Brian L. Michaud verkaufte am 6. Februar 1.000 Aktien zu einem Preis von 234,18 US-Dollar. Diese Transaktion erfolgte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans (Rule 10b5-1). Bereits einen Tag zuvor veräußerte Vice President David Foskett 266 Anteile.

Zusätzlich dämpfte eine Analystenstimme die Erwartungen. Stifel Nicolaus reduzierte das Kursziel für ADP am Montag von 280 auf 270 US-Dollar. Die Experten beließen die Einstufung auf „Hold“. Können die eigentlich stabilen Geschäftszahlen diesen Abwärtstrend bremsen?

Operative Stabilität und Aktienrückkäufe

Ein Blick auf die Fundamentaldaten zeichnet ein robusteres Bild als der aktuelle Aktienkurs. Ende Januar meldete ADP für das zweite Geschäftsquartal einen Gewinn von 2,62 US-Dollar je Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von 2,57 US-Dollar. Auch der Umsatz lag mit 5,36 Milliarden US-Dollar über den Prognosen.

Zur langfristigen Unterstützung des Kurses hat das Board ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 6,0 Milliarden US-Dollar autorisiert. Parallel dazu deuten eigene Daten aus dem „ADP National Employment Report“ auf einen stabilen Arbeitsmarkt hin. Im Zeitraum bis zum 24. Januar schufen private Arbeitgeber in den USA durchschnittlich 6.500 Stellen pro Woche – ein Anstieg gegenüber den 5.000 Stellen der Vorperiode.

Das aktivierte Rückkaufprogramm über 6 Milliarden US-Dollar bildet nun das zentrale fundamentale Gegengewicht zu den jüngsten Insider-Verkäufen und den reduzierten Analystenzielen. Die zeitnahe Umsetzung dieser Rückkäufe wird für die Kursstabilisierung oberhalb der 220-Dollar-Marke entscheidend sein.

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