Die Aurubis-Aktie setzt am Mittwoch mit einem Kursverlust von drei Prozent ihre jüngste Talfahrt fort. Was drückt den Kurs des deutschen Kupferproduzenten nach unten?
Die Kupferrallye ist vorbei
Dass die Aktie des Hamburger Kupferkonzerns Aurubis nach einer extrem starken Kursrallye im bisherigen Jahresverlauf seit Juni den Rückwärtsgang eingelegt hat, liegt nicht an hausgemachten Problemen des Unternehmens. Im Gegenteil: Operativ läuft es rund. Im Mai wurde die Prognose sogar angehoben.
Der jüngste Rücksetzer vom Anfang Juni erreichten Allzeithoch hat vielmehr makroökonomische und markttechnische Gründe. Als weltgrößter Kupferrecycler und großer Rohkupfer-Verarbeiter hängt die Profitabilität von Aurubis massiv am globalen Weltmarktpreis für Kupfer.
Nach einem historischen Höhenflug im Frühjahr ist der Kupferpreis im Juni sichtlich unter Druck geraten. Da Kupfer als „Mutter aller Industriemetalle“ gilt, spiegeln sich im fallenden Preis sofort die weltweit aufgekeimten Konjunktursorgen wider. Sinken die Rohstoffpreise, schichten internationale Fonds ihre Gelder aus zyklischen Metallaktien wie Aurubis um.
Zu stark überkauft
Man darf nicht vergessen: Die Aurubis-Aktie war der absolute Überflieger im MDAX und hatte sich in den ersten fünf Monaten 2026 um über 45 Prozent verteuert. Die Aktie war Anfang Juni technisch stark „überkauft“ und hatte sich extrem weit von ihrer langfristigen Trendlinie (dem 200-Tage-Durchschnitt) nach oben entfernt.
Zudem fehlt es kurzfristig an neuen Kurstreibern. Nachdem das Unternehmen im Mai mit den letzten Quartalszahlen bereits ein starkes Ergebnis geliefert und die Jahresprognose erhöht hatte, sind die guten Nachrichten erst einmal im Kurs verarbeitet. Da der nächste große Finanzbericht ist erst für den 6. August 2026 terminiert.
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