Bei Aurubis stehen die Zeichen auf Zuversicht, denn der Hamburger Spezialist für Nichteisenmetalle steuert im laufenden Geschäftsjahr auf das obere Ende seiner eigenen Erwartungen zu. Getragen wird diese Aussicht von einem kräftigen Ergebnissprung. Zwischen Oktober und Juni verdiente das Unternehmen operativ vor Steuern 374 Millionen Euro und damit fast ein Drittel mehr als in den zwölf Monaten zuvor, als 286 Millionen Euro zu Buche standen. Auf Ebene des operativen EBITDA kletterte der Wert im gleichen Zeitraum auf 570 Millionen Euro.
Ein drittes Quartal, das aus der Reihe tanzt
Besonders die Monate April bis Juni verliehen dem Jahresverlauf Schwung. Allein in diesem Vierteljahr erzielte Aurubis ein operatives Ergebnis vor Steuern von 149 Millionen Euro und ließ damit sowohl das Vorjahresquartal als auch die 121 Millionen Euro des vorangegangenen Abschnitts klar hinter sich. Verantwortlich dafür war ein Bündel günstiger Entwicklungen.
Höhere Notierungen bei Edelmetallen und Kupfer verbesserten das Metallergebnis, während der Verkauf von Schwefelsäure kräftig mehr einbrachte. Zusätzlich flossen höhere Einnahmen aus der Aufbereitung von Recyclingstoffen in die Bilanz. Sichtbar wird der Aufschwung auch an der Kapitalrendite, die auf 9,4 Prozent zulegte und damit sowohl über dem Vorjahr als auch über dem Vorquartal lag.
Recyclingsparte meldet sich zurück
Aufschlussreich ist der Blick in die einzelnen Geschäftsbereiche. Die Sparte rund um das Recycling verschiedener Metalle, im Konzern Multimetal Recycling genannt, steigerte ihr operatives Ergebnis nach neun Monaten auf 87 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr lediglich 36 Millionen Euro angefallen waren. Damit trug dieser Bereich spürbar stärker zum Gesamtergebnis bei als in den Quartalen zuvor. Auch das Geschäftsfeld Custom Smelting und Products legte moderat zu und erreichte 355 Millionen Euro. Beide Segmente schoben das Konzernergebnis somit gemeinsam nach oben.
Aurubis Aktie Chart
Investitionsprogramm biegt auf die Zielgerade
Parallel zum operativen Geschäft treibt Aurubis seinen Umbau voran. Vom rund 1,7 Milliarden Euro schweren Strategieprogramm waren Ende Juni etwa 90 Prozent abgearbeitet. Im Juli ging in Hamburg eine neue Recyclinganlage für 190 Millionen Euro ans Netz, die die internen Materialströme bündeln und nach dem vollständigen Hochlauf einen ordentlichen Ergebnisbeitrag liefern soll. In Bulgarien nähert sich der Ausbau der Kupfer-Elektrolyse dem Abschluss, wodurch die dortige Kapazität um die Hälfte auf 340.000 Tonnen raffiniertes Kupfer wächst.
Große Hoffnungen ruhen zudem auf dem US-Standort Richmond, der ersten Recyclinghütte dieser Art in den Vereinigten Staaten. Dort überlappen sich derzeit die Inbetriebnahmen zweier Ausbaustufen, weshalb sich der Hochlauf bei wichtigen Anlagen streckt. Der Abschluss der ersten Stufe ist für das kommende Geschäftsjahr vorgesehen, die zweite folgt voraussichtlich ein Jahr später.
Für die Aktie sprechen die konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie und die operative Stärke der Standorte. Als Belastung bleibt der verzögerte Anlauf in den USA, und auch der zuletzt negative Netto-Cashflow von minus 28 Millionen Euro, bedingt durch die vorübergehende Bevorratung von Zwischenprodukten, mahnt zur Vorsicht.
Aurubis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aurubis-Analyse vom 06. August liefert die Antwort:
Die neusten Aurubis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aurubis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
