Goldman Sachs greift bei Aurubis zu. Die US-Investmentbank hat ihre Beteiligung auf fast zwölf Prozent ausgebaut. Das signalisiert Vertrauen in die Strategie des Hamburger Multimetall-Konzerns.
Goldman Sachs verdoppelt Anteil
Aus aktuellen Stimmrechtsmitteilungen geht hervor: Goldman Sachs kontrolliert nun 11,79 Prozent der Anteile. Zuvor lag die Position bei rund 6,08 Prozent. Die Investmentbank nutzt für diesen Ausbau vor allem Finanzinstrumente.
Direkte Aktien machen lediglich 0,32 Prozent des Pakets aus. Den großen Rest deckt die Bank über Call-Optionen und Swaps ab. Dieser Einstieg folgt auf ähnliche Bewegungen der Papenburg-Gruppe, die ebenfalls ihre Anteile erhöhte.
Rekordergebnis stützt die Prognose
Das operative Geschäft liefert die Basis für den Optimismus der Investoren. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres stieg das Vorsteuerergebnis (EBT) um 31 Prozent auf 374 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal verdiente Aurubis 149 Millionen Euro vor Steuern.
Der Vorstand präzisierte angesichts dieser Zahlen die Jahresziele. Das Management erwartet nun ein EBT am oberen Ende der Spanne von 425 Millionen bis 525 Millionen Euro. Treiber sind vor allem hohe Erträge aus dem Verkauf von Schwefelsäure und starke Margen im Metallrecycling.
Strategische Projekte auf der Zielgeraden
Aurubis setzt sein milliardenschweres Investitionsprogramm konsequent um. Rund 90 Prozent der geplanten 1,7 Milliarden Euro sind bereits in Projekte geflossen. Die neue Anlage „Complex Recycling Hamburg“ ist bereits in Betrieb und übertrifft beim Materialmix die internen Erwartungen.
In Bulgarien steht die Erweiterung des Kupfer-Tankhauses Pirdop kurz vor dem Abschluss. Die Kapazität dort soll um die Hälfte auf jährlich 340.000 Tonnen Kathodenkupfer steigen. Das gleicht Verzögerungen bei der Expansion im US-amerikanischen Richmond aus.
Die Aktie reagiert positiv auf die Nachrichten und notiert bei 171,30 Euro. Damit hält sich der Kurs stabil etwa 4,8 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 163,45 Euro.
Die operative Stärke im Kerngeschäft fängt die technischen Herausforderungen beim US-Hochlauf bisher ab. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die neuen Kapazitäten in Hamburg und Bulgarien die Marktposition dauerhaft festigen können.
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