Aurora Cannabis kauft wieder ein. Am 15. April gab das Unternehmen bekannt, Safari Flower Company übernommen zu haben, einen EU-GMP-zertifizierten Cannabisanbauer und -hersteller aus Ontario. Rund 26,5 Millionen kanadische Dollar, so die offizielle Zahl für den Übernahmepreis, wobei 15 Millionen davon sofort in bar geflossen sind und weitere 2 Millionen an bestimmte Bedingungen geknüpft bleiben. Dazu kamen gut 2,4 Millionen neu ausgegebene Aurora-Aktien.
Die Botschaft von CEO Miguel Martin war erwartbar. Man investiere „zielgerichtet“, die internationalen Märkte wachsen, die Margen sind hoch, Aurora führt. Alles richtig. Und trotzdem fragt man sich: Warum jetzt, und warum Safari?
59.000 Quadratfuß, EU-GMP, Ontario
Der eigentliche Kern der Transaktion ist die Produktionsfläche. Auroras neuer Besitz umfasst eine 59.000 Quadratfuß große, zweckgebaute Indoor-Anlage, die bereits EU-GMP-zertifiziert ist. Das ist eben der springende Punkt: Wer in Deutschland, Polen oder Australien medizinisches Cannabis verkaufen will, braucht genau diese Zertifizierung. Neue Kapazitäten selbst aufzubauen dauert Jahre. Safari Flower liefert sie fertig.
Die Anlage soll künftig EU-GMP-Blüten für Auroras wichtigste internationale Märkte produzieren, also Deutschland, Australien, Polen und Großbritannien. Das ist keine neue Strategie, sondern die konsequente Fortsetzung dessen, was Aurora seit einigen Quartalen verfolgt: weg vom Massenmarkt, hin zu hochmargigen, regulierten Exportmärkten.
Aurora Cannabis Inc. Aktie Chart
EBITDA-positiv erst 2027, das ist die ehrliche Ansage
Ein positiv bereinigter EBITDA-Beitrag wird für das Geschäftsjahr 2027 erwartet, mit weiteren Verbesserungen ab 2028. Das ist immerhin eine ehrliche Ansage. Demnach braucht Aurora mindestens ein Jahr, um die Anlage in das eigene Netzwerk zu integrieren und die Effizienzgewinne zu realisieren.
Ob der Kaufpreis von 26,5 Millionen kanadischen Dollar fair ist, lässt sich von außen kaum beurteilen. Safari Flower war ein privates Unternehmen, Vergleichszahlen gibt es nicht. Aurora hat bezahlt, was der Markt in diesem Segment verlangt, und das war wohl nicht wenig.
Die Logik stimmt, der Rest muss noch bewiesen werden
Strategisch ist die Übernahme nachvollziehbar. Aurora baut konsequent auf internationale Märkte, und wer dort wachsen will, braucht EU-GMP-Kapazität. Die ist mit Safari Flower jetzt vorhanden. Nur: Aurora hat in der Vergangenheit schon öfter zugekauft und nicht immer das gehalten, was die Pressemitteilung versprach. Bis 2027 ist noch etwas Zeit.
Aurora Cannabis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aurora Cannabis-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:
Die neusten Aurora Cannabis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aurora Cannabis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
