Am Donnerstag hat Atos in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein neues, durch künstliche Intelligenz gestütztes Security Operations Center in Betrieb genommen. Die Einrichtung wurde als gemeinsame Initiative mit dem dortigen Partnerunternehmen GCH realisiert.
Mit diesem Schritt erweitert der IT-Konzern sein Angebot zur Überwachung und Abwehr digitaler Sicherheitsrisiken im arabischen Raum und setzt dabei verstärkt auf automatisierte Analyseverfahren.
Kurs fällt auf neues Jahrestief
An den Finanzmärkten vermochte das Projekt den anhaltenden Abwärtsdruck jedoch nicht aufzuhalten. Am Freitag verzeichnete die Aktie des Konzerns einen Kursverlust von 6,7 Prozent und schloss bei 23,86 Euro. Auf diesem Niveau markierte das Papier zugleich ein neues 52-Wochen-Tief. Direkte unternehmensspezifische Negativnachrichten waren für den jüngsten Rücksetzer nicht bekannt.
Die Bewegung fügt sich in ein anhaltend schwieriges Börsenjahr ein. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus für die Anteilseigner auf 52 Prozent. Obwohl das Unternehmen fortlaufend neue Vereinbarungen vorweist, spiegelt die Bewertung an den Handelsplätzen weiterhin erhebliche Zurückhaltung wider.
Partnerschaften bei Cloud-Diensten und öffentlicher Hand
Dabei meldete Atos in den vergangenen Tagen mehrere operative Vereinbarungen. Am Mittwoch ernannte der Softwarehersteller SAP den Konzern zum Sovereign Cloud Partner. Diese Partnerschaft gilt zunächst für die Standorte in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien. Die Prüfung und Validierung für zusätzliche Ländermärkte läuft derzeit weiter.
Flankiert wird diese Entwicklung durch einen behördlichen Auftrag in Frankreich. Am 15. September erteilte die französische Beschaffungsstelle UGAP einem Bieterkonsortium, dem neben Atos auch die Unternehmen Open und Thales angehören, den Zuschlag für zwei Aufträge. Diese Vereinbarungen laufen über einen Zeitraum von vier Jahren und umfassen Dienstleistungen für Cloud-Umgebungen sowie die Verwaltung von IT-Infrastrukturen.
Zusätzlich hatte Atos am 8. September eine Kooperation mit der Stadtverwaltung von Barcelona und deren IT-Institut vereinbart. Gegenstand dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines neuen Modells für digitale Dienstleistungen, das den Beschäftigten der dortigen Stadtverwaltung zugutekommen soll.
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