Der Rückzug von AtaiBeckley aus dem öffentlichen US-Kapitalmarkt ist administrativ besiegelt. Gestern reichte das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht das Formular 15 ein. Damit werden die Registrierung unter Section 12(g) beendet und sämtliche Berichtspflichten nach dem U.S. Exchange Act ausgesetzt. Der Schritt folgt auf die Eingliederung in den Pharmakonzern Eli Lilly.
Mit diesem Schritt endet die Pflicht zur regelmäßigen Vorlage von Geschäftsberichten. Das Unternehmen agiert nach dem Zusammenschluss nicht mehr eigenständig an den Börsen. Vielmehr führt Eli Lilly die Gesellschaft als hundertprozentige Tochtergesellschaft fort.
Streichung der Börsennotierung und Kapitalprogramme
Bereits am 11. September hatte das Unternehmen die Aussetzung des Handels an der Nasdaq beantragt. Parallel dazu beendete AtaiBeckley die Wertpapierregistrierung nach Form S-3. Auch die Ausgabe neuer Anteile über zwei Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wurde gestoppt. Alle registrierten, aber bisher nicht ausgegebenen Aktien wurden vollständig deregistriert.
Dem Vollzug ging eine Sonderversammlung der Aktionäre am 8. September voraus. Die Anteilseigner stimmten dabei der Fusionsvereinbarung zu. Im Rahmen dieser Transaktion verschmolz die Lilly-Tochtergesellschaft Albali Acquisition Corporation mit AtaiBeckley.
Für jede zuvor gehaltene Stammaktie erhielten Anleger eine Barzahlung von $6,75. Hinzu kam ein vertragliches Nachbesserungsrecht. Für dieses Contingent Value Right sind laut Pflichtmitteilungen zu Director Sabrina Martucci Johnson künftige Zusatzzahlungen von bis zu $2,50 je Aktie möglich.
Abwicklung der Management- und Großaktionärsanteile
Im Zuge der Übernahme wurden auch die Vergütungsprogramme der Führungsebene aufgelöst. Finanzchef Michael E. Faerm veräußerte ein Optionspaket über 1.275.000 Aktien. Der vertragliche Ausübungspreis lag bei $4,06. Zudem wurden 285.000 Restricted Stock Units in Barmittel und CVRs umgewandelt.
Auch Director John Francis Hoffman wandelte seine Optionspakete vollständig um. Bei ihm wurden unter anderem 206.000 Optionen zu einem Basispreis von $2,25 annulliert. Ein weiteres Optionspaket wurde ebenfalls gegen Barabfindungen und CVR-Rechte eingetauscht.
Gleichzeitig ist der Ausstieg früherer Ankerinvestoren abgeschlossen. Director Christian Angermayer und verbundene Einheiten meldeten die vollständige Veräußerung ihrer Bestände. Die Apeiron Investment Group reichte zusammen mit Presight Capital Management und Fabian Hansen eine geänderte Beteiligungsmeldung ein. Ihr Bestand an ATAI-Stammaktien beläuft sich nach dem Vollzug auf null.
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