ASX Aktie: Neuer Chef drückt aufs Tempo

Symbolbild, KI-generiert

Anthony Attia will Aufsicht und Marktteilnehmer zu einem früheren Wechsel auf eintägige Abwicklung konsultieren.

Auf einen Blick:
  • Eintägige Aktienabwicklung früher anstreben
  • Gespräche mit Aufsicht und Marktteilnehmern geplant
  • CHESS-System soll bis 2029 fertiggestellt werden
  • ASX-Aktie verlor im Geschäftsjahr 23,6 Prozent

Anthony Attia ist erst sechs Wochen im Amt, doch er legt schon einen klaren Fahrplan vor. Der neue Chef des australischen Börsenbetreibers will den Handel schneller abwickeln als geplant und den angeschlagenen Ruf der Börse reparieren.

Schnellere Abwicklung als Ziel

Konkret geht es um die Umstellung auf eintägige Abwicklung im Aktienhandel. In Australien dauert die Abwicklung seit 2016 zwei Tage. Die USA haben längst auf einen Tag umgestellt, die Börsen in London und im Euronext-Raum planen den Schritt im Oktober nächsten Jahres. Hongkong folgt im vierten Quartal 2027.

Attia hält die Verzögerung für zu lang. „Ich denke, es ist zu spät. Deshalb bin ich sehr gern bereit, mit dem Markt daran zu arbeiten, das vorzuziehen“, sagte er. Er will nun Regulierer und Marktteilnehmer konsultieren.

Das ist bemerkenswert, denn ASX hatte die Idee 2024 schon einmal verworfen. Damals hieß es, die Modernisierung des Clearing- und Abwicklungssystems CHESS habe Vorrang. Dessen Kosten liegen bei 445 Millionen australischen Dollar. Die Fertigstellung ist erst für 2029 vorgesehen. Attia hält es für möglich, die schnellere Abwicklung schon vorher einzuführen.

Ruf als Baustelle

Der Franzose kommt von Euronext, wo er fast drei Jahrzehnte arbeitete. Er übernahm von Helen Lofthouse nach einer der schwierigsten Phasen der Börsengeschichte. Ausfälle, Abwicklungsverzögerungen und ein Bußgeld prägten die vergangenen Jahre. Eine neunmonatige Untersuchung warf dem Unternehmen vor, Aktionärsrenditen vor Investitionen in die Infrastruktur gestellt zu haben.

Auch der Start verlief holprig: Der Rechenzentrumsbetreiber Firmus blies vergangene Woche seinen Börsengang ab. Attia will dennoch nicht warten, bis alle Altlasten bereinigt sind. Er nennt Themen wie den rund um die Uhr laufenden Handel tokenisierter Werte und sagt: „Kapital hat keinen Pass.“ Reparieren und Wachsen solle gleichzeitig geschehen.

Vertrauen verlangt er nicht auf Zuruf. „Wir werden Belege für Veränderungen liefern“, sagte er. Die Aktie schloss das Geschäftsjahr per 30. Juni mit einem Minus von 23,6 Prozent. Zuletzt notierte sie bei 62,02 australischen Dollar, ein Plus von 1,16 Prozent.

Als Nächstes stehen die Gespräche mit Aufsicht und Marktteilnehmern über den früheren Umstellungstermin an. Ein konkretes Datum nannte Attia bislang nicht.

ASX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ASX-Analyse vom 15. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten ASX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ASX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ASX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)