Aston Martin bremst bei der Umstellung auf den Elektroantrieb spürbar ab. Wie Medienberichten zufolge CEO Adrian Hallmark ankündigte, plant der britische Sportwagenhersteller sein erstes batterieelektrisches Modell nun erst für den Zeitraum 2033 bis 2035 ein. Bisher galt das Jahr 2031 als offizielle Zielmarke für den ersten Stromer der Marke.
Festhalten an klassischen Verbrennungsmotoren
Mit dieser Verzögerung reagiert die Unternehmensführung auf die Nachfrage im Segment der Luxussportwagen. Klassische Antriebe bleiben das zentrale Fundament der Marke. Hallmark stellte klar, dass Aston Martin die Fertigung von Modellen mit V8- und V12-Motoren fortsetzen wird, solange die gesetzlichen Vorschriften dies erlauben.
Parallel zur verlängerten Laufzeit etablierter Motoren erweitert das Unternehmen sein aktuelles Fahrzeugprogramm. Am 1. Oktober stellte Aston Martin den DBX GT der Öffentlichkeit vor. Erste Kundenauslieferungen des neuen Fahrzeugs sind für das vierte Quartal 2026 avisiert.
Neuer DBX GT und Ausbau des Luxusvertriebs
Der Schritt unterstreicht die Bedeutung margenstarker Modelle für die Einnahmen des Herstellers. Der britische Autobauer setzt darauf, das operative Geschäft in den kommenden Jahren vor allem über sportliche Verbrenner abzusichern. Hohe Entwicklungsausgaben für reine Elektroplattformen werden durch den neuen Zeitplan gestreckt.
Neben neuen Modellen investiert das Unternehmen in den exklusiven Vertrieb für wohlhabende Käufer. Ebenfalls am 1. Oktober eröffnete Aston Martin offiziell den Standort Q London am Berkeley Square 14. Der neue Flagship-Showroom ist speziell auf das Geschäft mit maßgeschneiderten Individualisierungen ausgerichtet.
Der reguläre Kundenbetrieb an dieser Londoner Adresse sollte am Montag anlaufen. Das Konzept zielt darauf ab, aufwendige Sonderwünsche direkt vor Ort umzusetzen. Damit will der Hersteller den Ertrag pro Fahrzeug durch hochpreisige Veredelungen steigern.
Verhaltener Kursverlauf am Aktienmarkt
Am Aktienmarkt sorgten die jüngsten Ankündigungen nicht für eine nachhaltige Trendwende. Das Papier ging am gestrigen Dienstag bei 0,4276 Euro aus dem Handel, was einem Tagesgewinn von 1,1 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang beläuft sich der Kursrückgang der Aktie jedoch auf 41 Prozent.
Für die weitere Geschäftsentwicklung bringt die veränderte Elektrostrategie Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits spart das Unternehmen kurzfristig erhebliche Entwicklungskosten ein, die eine schnelle Umstellung auf rein elektrische Antriebe beansprucht hätte. Andererseits wächst damit der Druck auf traditionelle Baureihen, die Ertragskraft des Herstellers dauerhaft zu stützen.
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