AST SpaceMobile steht unter massivem Verkaufsdruck. Innerhalb eines Monats verlor das Papier mehr als ein Drittel seines Wertes. Ein komplexes Aktiengeschäft des Firmenchefs und die allgemeine Sektor-Schwäche belasten die Stimmung.
Firmengründer sichert Millionen-Paket ab
Abel Avellan sorgt für Gesprächsstoff an der Börse. Der CEO hat über eine Holding ein Termingeschäft für 2,5 Millionen Aktien abgeschlossen. Solche „Forward Contracts“ erlauben es Führungskräften, Anteile abzusichern oder teilweise zu Geld zu machen. Parallel dazu behält Avellan die Chance, an künftigen Kurssteigerungen teilzuhaben. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Signal für kurzfristige Unsicherheit.
Neue Satelliten vor dem Start
Operativ treibt das Unternehmen seine Pläne voran. Im August sollen die nächsten drei BlueBird-Satelliten ins All starten. Eine Falcon-9-Rakete von SpaceX bringt die Einheiten in den Erdorbit. Die neuen Modelle besitzen Antennenflächen von rund 220 Quadratmetern. Damit will das Management die Leistung im Vergleich zur Vorgängergeneration massiv steigern. Zuletzt erreichte die Technik Geschwindigkeiten von fast 100 Megabit pro Sekunde direkt auf handelsübliche Smartphones.
Liquidität für den Netzausbau
Der Aufbau der Satelliten-Konstellation verschlingt enorme Summen. AST SpaceMobile verfügt aktuell über liquide Mittel von rund 3,5 Milliarden Dollar. Das Kapital soll den Betrieb bis Ende 2026 finanzieren. Das Unternehmen sitzt auf einem Milliarden-Auftragsbestand aus kommerziellen Verträgen. Die Fabrik in Texas kann monatlich bis zu sechs Satelliten produzieren.
Chartbild trübt sich ein
Die Aktie fiel am Mittwoch um 5,76 Prozent auf 60,50 Euro. Damit notiert das Papier deutlich unter den wichtigen Durchschnittslinien der letzten 50 und 200 Tage. Ein Grund für die Schwäche ist die Neuordnung des Sektors nach einem Konkurrenten-Börsengang. Diese Kapitalumschichtung trifft derzeit mehrere Unternehmen der Raumfahrtbranche. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 37,4 anhaltenden Verkaufsdruck.
Die kommenden Wochen stehen im Zeichen der technischen Vorbereitung für den August-Start. Anleger blicken vor allem auf die Einhaltung des Zeitplans bei SpaceX. Erst der erfolgreiche Orbit-Einsatz der neuen BlueBirds kann das Vertrauen in die ehrgeizigen Umsatzziele für 2026 wiederherstellen.
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