Die Regierungen der USA und Japans stärken AST SpaceMobile den Rücken. In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten beide Staaten die Kooperation des Unternehmens mit dem japanischen Telekommunikationskonzern Rakuten.
Ziel der Partnerschaft ist der Aufbau einer weltraumgestützten Mobilfunkinfrastruktur im erdnahen Orbit sowie die engere digitale Zusammenarbeit im Indo-Pazifik. Für das Gemeinschaftsunternehmen winkt im Rahmen der Initiative J-LEO ein potenzieller Auftragswert von bis zu einer Milliarde US-Dollar.
An der Börse sorgt der diplomatische Flankenschutz für deutlichen Auftrieb. Die Aktie von AST SpaceMobile legt heute um 9,2 Prozent zu und klettert auf 57,00 Euro.
Erfolgreicher Netztest in Kanada
Zu dem politischen Signal kommen greifbare Fortschritte im operativen Geschäft. Der kanadische Mobilfunkbetreiber TELUS schloss gemeinsam mit AST SpaceMobile einen ersten End-to-End-Integrationstest ab. Dabei wurde das terrestrische Mobilfunknetz erfolgreich mit den Satelliten verbunden.
Die direkte Verbindung funktionierte über handelsübliche, unmodifizierte Smartphones. Getestet wurden mobile Breitbanddaten,Sprachanrufe und Textnachrichten. TELUS stellte in Aussicht, diesen Satellitendienst für reguläre Kunden innerhalb eines Jahres bereitzustellen. Vor allem in entlegenen Regionen Kanadas soll das System Funklöcher schließen und den Zugang zu Notrufdiensten sichern.
Parallel treibt auch Bell Canada die Vorbereitungen voran und stellte unlängst eine Bodenstation in Québec für den geplanten Dienststart im kommenden Jahr fertig.
Analysten dämpfen Umsatzerwartungen
Trotz der operativen Meilensteine blicken Marktbeobachter vorsichtiger auf die finanzielle Entwicklung. Das Analysehaus William Blair bestätigte zwar die Einstufung „Market Perform“, kürzte jedoch die Umsatzprognose für das Jahr 2027 deutlich von 752 Millionen auf 459 Millionen US-Dollar.
Als Gründe nannten die Analysten Verzögerungen bei den Satellitenstarts sowie Engpässe in den Lieferketten. William Blair rechnet bis zum Jahresende mit weniger als 20 Satelliten im Orbit, während AST SpaceMobile bis Anfang 2027 rund 45 Einheiten anpeilt.
Auch bei B. Riley trübte sich die Stimmung zuletzt ein. Das Institut stufte das Papier am Freitag von „Buy“ auf „Neutral“ herab und reduzierte den fairen Wert von 85 auf 65 US-Dollar. Neben dem wachsenden Wettbewerb verwiesen die Experten auf steigende Ausbaukosten für die Konstellation.
Startpläne und Fertigungskapazitäten
Für eine halbtägige Abdeckung der USA benötigt das Unternehmen nach eigenen Angaben 25 Satelliten. Zuletzt befanden sich die Einheiten BlueBird 14 bis 16 auf dem Transport nach Cape Canaveral, ein fester Starttermin steht allerdings noch aus.
Nach dem Start der Einheiten 11 bis 13 im August erklärte Vorstandschef Abel Avellan, dass BlueBird 11 vollständig entfaltet sei und alle 13 Satelliten im All funktionierten. Unternehmenspräsident Scott Wisniewski verwies zudem auf zehn gebuchte Starts bei zwei Anbietern.
Auf eine Trägerrakete vom Typ New Glenn verlasse sich der Konzern im laufenden Jahr jedoch nicht. AST SpaceMobile fertigt gegenwärtig an Strukturen bis zur Einheit BlueBird 50 und strebt mittelfristig eine Montagequote von sechs Satelliten pro Monat an.
ASTeMobile-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ASTeMobile-Analyse vom 06. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten ASTeMobile-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ASTeMobile-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
