AST SpaceMobile treibt den Aufbau seines Satelliten-Netzwerks massiv voran. In Neuseeland sicherte sich das Unternehmen nun eine wichtige Lizenz für seine Bodenstationen. Zeitgleich bringt der Konzern die nächsten BlueBird-Satelliten für den kommenden Raketenstart in Stellung.
Neue Hardware am Cape Canaveral
Die elfte BlueBird-Einheit erreichte kürzlich das Startgelände am Cape Canaveral. Die Modelle 12 und 13 folgen zeitnah. Das Unternehmen plant den gemeinsamen Start dieser neuen Generation für Anfang August.
Diese Satelliten sollen die Datenraten im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich steigern. Das Ziel ist eine Verdopplung der bisherigen Spitzenwerte. Damit will AST SpaceMobile echte 5G-Verbindungen direkt aus dem Weltall auf herkömmliche Smartphones bringen.
In Neuseeland beginnt parallel dazu der Aufbau der nötigen Infrastruktur. Der Netzbetreiber Two Degrees Networks agiert dort als Partner. Die entsprechende Genehmigung für den Betrieb der Bodenstationen trat am 13. Juli 2026 offiziell in Kraft.
Kursdruck durch Index-Ausschluss
An der Börse herrscht trotz der Fortschritte Ernüchterung. Die Aktie gab zuletzt um rund sieben Prozent nach und notiert bei 59,60 Euro. Innerhalb eines Monats summierten sich die Verluste auf über 16 Prozent.
Ein Grund für den Verkaufsdruck war die Streichung aus den Russell 2500 Indizes. Dies löste bei vielen institutionellen Anlegern automatisierte Anteilsverkäufe aus. Das Papier liegt nun fast 48 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Mai.
Fokus auf die Skalierung
Bis Ende 2026 sollen rund 45 Satelliten im Orbit kreisen. Die US-Fernmeldebehörde FCC gab bereits im Mai grünes Licht für den kommerziellen Betrieb.
Das Management stützt sich dabei auf Partnerschaften mit 60 Mobilfunkbetreibern weltweit. Diese vertreten insgesamt mehr als drei Milliarden Abonnenten.
Der Fokus liegt nun auf dem Startfenster im August. Gelingen die Einsätze der neuen BlueBird-Einheiten, rückt der kommerzielle Regelbetrieb näher. Anleger achten vor allem auf die Einhaltung des Zeitplans für die geplante Flottengröße bis Jahresende.
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