AST SpaceMobile steht unmittelbar vor dem kommerziellen Start seiner Direct-to-Cell-Dienste in Großbritannien. Das Unternehmen nutzt für dieses Vorhaben das lizenzierte Frequenzspektrum seines Mobilfunkpartners Vodafone. Parallel zu diesen Expansionsplänen veröffentlichte der Konzern seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026, die beim Ergebnis und beim Umsatz unter den Erwartungen der Analysten blieben.
Expansionspläne trotz hoher Quartalsverluste
Der geplante Dienst in Großbritannien markiert einen strategischen Meilenstein für die internationale Präsenz des Unternehmens. Durch die Zusammenarbeit mit Vodafone sollen Funklöcher im terrestrischen Mobilfunknetz geschlossen werden.
Hierfür kommen Bodenstationen in Goonhilly Downs zum Einsatz. Weltweit unterhält der Konzern Partnerschaften mit mehr als 60 Mobilfunkanbietern, die zusammen eine Kundenbasis von rund drei Milliarden Menschen erreichen.
Die finanzielle Bilanz des zweiten Quartals war hingegen von hohen Investitionen geprägt. Der Umsatz belief sich auf 31,52 Millionen US-Dollar und verfehlte damit die Konsensschätzung von 34,53 Millionen US-Dollar.
Der Nettoverlust pro Aktie weitete sich auf 0,77 US-Dollar aus, während Experten lediglich mit einem Minus von 0,32 US-Dollar gerechnet hatten. Ein wesentlicher Faktor für das Defizit war ein Vorfall mit dem Satelliten BlueBird 7, der die Kosten belastete.
Finanzielle Polster und volle Auftragsbücher
Trotz der verfehlten Quartalsziele zeigt sich das Management für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. Der Auftragsbestand beläuft sich aktuell auf rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte die Geschäftsführung ihre Umsatzprognose in einer Spanne zwischen 150 und 200 Millionen US-Dollar.
An der Börse notiert die Aktie am heutigen Donnerstag bei 62,50 Euro, was einem Rückgang von 2,6 Prozent entspricht. Damit liegt das Papier rund 45 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Die finanzielle Basis für den weiteren Ausbau der Satellitenkonstellation scheint vorerst gesichert. Nach einer Kapitalerhöhung im Juli, die rund 1,15 Milliarden US-Dollar einbrachte, verfügt das Unternehmen über liquide Mittel von mehr als 3,7 Milliarden US-Dollar.
Diese Reserven sind notwendig, da die operativen Ausgaben im zweiten Quartal massiv auf 329,1 Millionen US-Dollar anstiegen. Im Vorjahreszeitraum hatten diese noch bei 74 Millionen US-Dollar gelegen.
Expertenstimmen zwischen Wachstum und Bewertung
Aktuell befinden sich 13 Satelliten im Orbit. Das Ziel ist es, die Flotte bis zum Jahresende oder Anfang 2027 auf etwa 45 BlueBird-Einheiten zu erweitern.
Für einen kontinuierlichen Dienst in den Kernmärkten USA, Europa und Japan sind laut Unternehmensangaben 45 bis 60 Satelliten erforderlich. Der nächste Start steht unmittelbar bevor: Eine Falcon 9 Rakete von SpaceX soll die Satelliten BlueBird 8, 9 und 10 ins All transportieren.
Die Analysten von Cantor Fitzgerald reagierten positiv auf die operativen Fortschritte und hoben ihr Kursziel für die Aktie von 80 auf 90 US-Dollar an. Das Haus bestätigte die Einstufung „Overweight“ und verwies auf das Potenzial beim Netzausbau.
Demgegenüber mahnte Analyst Tim Farrar von TMF Associates zur Vorsicht. Er bezeichnete die aktuelle Bewertung des Unternehmens als sehr überhöht und wies auf die wachsende Konkurrenz durch das Starlink-System von SpaceX hin, das langfristig eine Konstellation von 100.000 Satelliten anstrebt.
ASTeMobile-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ASTeMobile-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:
Die neusten ASTeMobile-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ASTeMobile-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
