AST SpaceMobile meldet Vollzug im Erdorbit. Nach dem herben Rückschlag im Frühjahr bringt das Unternehmen seine nächsten drei BlueBird-Satelliten erfolgreich ins All. Damit rückt die Vision eines weltweiten Breitbandnetzes direkt für Smartphones ein Stück näher.
Die Mission startete an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX. Die Satelliten der zweiten Generation verfügen über die größten kommerziellen Kommunikationsantennen im niedrigen Erdorbit. Sie sollen die Datenrate im Vergleich zum Vorgängermodell verdoppeln.
Rund 200 Megabit pro Sekunde verspricht die Technik. Das Besondere: Nutzer benötigen keine spezielle Hardware. AST SpaceMobile kooperiert bereits mit fast 60 Mobilfunkbetreibern weltweit.
Rückschlag erfolgreich verdaut
Der Erfolg kommt zur rechten Zeit. Erst vor wenigen Monaten scheiterte eine Mission mit Blue Origin, bei der ein Satellit verloren ging. Die Versicherung deckte zwar den finanziellen Schaden, doch der Zeitplan geriet unter Druck.
Nun peilt das Management bis Jahresende 45 Satelliten im Orbit an. Die Liquidität ist mit rund drei Milliarden Dollar vorerst gesichert. Das Kapital soll den weiteren Ausbau der Konstellation finanzieren.
Kurs unter Druck
An der Börse herrscht trotz der technischen Erfolge Skepsis. Die Aktie verliert heute 5,30 Prozent auf 60,70 Euro. In den vergangenen Wochen brach der Kurs um mehr als 36 Prozent ein.
Das Papier notiert damit fast 50 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 114,60 Euro.
Für das laufende Jahr hält der Vorstand an seinem Umsatzziel fest. Die Spanne liegt zwischen 150 und 200 Millionen Dollar. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Skalierung der Flotte im geplanten Tempo gelingt.
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