AST SpaceMobile Aktie: 30-Millionen-Dollar-Auftrag der SDA

AST SpaceMobile erhält 30-Millionen-Dollar-Auftrag der US-Regierung, während die Aktie vor den Q2-Zahlen um 3,5 Prozent nachgibt.

Auf einen Blick:
  • US-Regierungsauftrag über 30 Millionen
  • Aktie fällt vor Quartalszahlen
  • Drei BlueBird-Satelliten erfolgreich gestartet
  • Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Heute steht AST SpaceMobile im doppelten Fokus der Anleger. Während das Unternehmen nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorlegt, sorgt ein neuer Auftrag der US-Regierung für Rückenwind. Das Unternehmen sicherte sich eine Vereinbarung mit der Space Development Agency (SDA) im Wert von rund 30 Millionen US-Dollar.

Dieser Kontrakt im Rahmen des „Europa Track 2 Commercial Solutions“-Programms wird unter dem HALO-Programm (Hybrid Acquisition for proliferated Low-earth Orbit) ausgeführt und unterstreicht die wachsende Rolle des Konzerns im staatlichen Sektor.

An der Börse reagieren Investoren heute zunächst vorsichtig auf die anstehende Veröffentlichung der Bilanz. Die Aktie notiert bei 60,10 € und verzeichnet damit eine Tagesveränderung von -3,53%. Damit beträgt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 114,60 € derzeit -47,56%.

Neuer SDA-Kontrakt und operative Meilensteine

Der Abschluss mit der SDA markiert einen wichtigen Schritt bei der Diversifizierung der Einnahmequellen. AST SpaceMobile festigt damit seine Position als Anbieter für satellitengestützte Kommunikation, die direkt mit herkömmlichen Mobiltelefonen kompatibel ist.

Erst am vergangenen Mittwoch konnte das Unternehmen einen operativen Erfolg verbuchen: Die Satelliten BlueBird 11, 12 und 13 wurden erfolgreich an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ins All befördert.

Diese neue Generation der BlueBird-Satelliten soll Datenübertragungsraten von fast 200 Mbit/s in der Spitze ermöglichen. Damit würde das Unternehmen die Geschwindigkeiten seiner ursprünglichen Block-1-Satelliten nahezu verdoppeln. Bis zum Ende des Jahres 2026 verfolgt das Management das Ziel, insgesamt rund 45 Satelliten im Orbit zu haben, um die globale Abdeckung weiter auszubauen.

Parallel dazu wurden die Tests in Europa intensiviert. In acht Ländern arbeitet das Unternehmen mit Mobilfunkbetreibern wie Vodafone, Orange, Telefónica und der Deutschen Telekom zusammen, um die Integration des satellitengestützten Breitbands zu optimieren.

Erwartungen an das Quartalsergebnis und Analysteneinschätzungen

Für die heute anstehenden Zahlen zum zweiten Quartal rechnen Marktbeobachter Medienberichten zufolge mit einem bereinigten Verlust zwischen 0,28 und 0,32 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz wird in einer Spanne von 34,42 Millionen bis 34,98 Millionen US-Dollar erwartet. Das Unternehmen selbst hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 bereits im Vorfeld bestätigt und rechnet weiterhin mit Erlösen zwischen 150 und 200 Millionen US-Dollar.

Analysten bewerten die jüngsten Entwicklungen trotz der kurzfristigen Kursschwankungen mehrheitlich positiv. Gregory Pendy vom Analysehaus Clear Street bekräftigte heute seine Kaufempfehlung („Buy“) mit einem Kursziel von 115,00 US-Dollar. Er wertet bestehende Engpässe bei den Satellitenstarts als vorübergehende Störung und sieht keine Anzeichen für eine nachlassende Nachfrage.

Bereits am 30. Juli hob Andres Coello von der Scotiabank seine Einstufung von „Underperform“ auf „Sector Perform“ an und passte sein Kursziel von 41,20 auf 50,80 US-Dollar an, da er nach dem jüngsten Abverkauf ein ausgewogeneres Chance-Risiko-Verhältnis sieht.

Auf der Seite der institutionellen Investoren gab es ebenfalls Bewegung: PensionDanmark erwarb im zweiten Quartal 33.300 Anteile an dem Unternehmen. Dem stehen aktuelle Meldungen über Insiderverkäufe gegenüber.

Demnach veräußerten der Technikvorstand (CTO) und der Finanzvorstand (CFO) über die vergangenen 90 Tage insgesamt 105.809 Aktien im Gesamtwert von rund 9,75 Millionen US-Dollar. Dennoch verbleibt ein signifikanter Anteil von 20,89 Prozent des Unternehmens in den Händen von Insidern.

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