Die Asml-Aktie setzt ihre Kletterpartie fort. Vor den Quartalszahlen im Juli überbieten sich Analysten mit neuen Kurszielen.
Goldman Sachs sieht den fairen Wert nun bei 2.000 Euro. UBS ruft ein Ziel von 2.100 Euro auf. Susquehanna schraubte die Marke sogar extrem auf 2.350 Euro hoch.
Die Börse reagierte auf diese Flut an Hochstufungen mit starker Nachfrage. Der breite Marktkonsens wertet die Papiere des niederländischen Anlagenbauers mittlerweile als klaren Kauf.
Das Papier schoss am Freitag um 5,78 Prozent auf 1.639,60 Euro nach oben. Damit löst sich der Kurs deutlich von der wichtigen 50-Tage-Linie bei 1.442,70 Euro.
Milliarden treiben das Geschäft
Hinter der Kauflaune steckt eine massive Auftragsnachfrage. Die Speicherchip-Hersteller weiten ihre Budgets drastisch aus. Micron hob seine Investitionspläne kürzlich auf 27 Milliarden Dollar an.
Samsung und SK Hynix planen langfristige Ausgaben von rund 520 Milliarden Dollar. Die US-Konkurrenz um Applied Materials und KLA verbuchte nach diesen Nachrichten ebenfalls spürbare Kursgewinne.
Die Folge: volle Auftragsbücher bei ASML. Alle großen Produzenten brauchen die extrem teuren EUV-Belichtungsmaschinen für ihre neuen Fabriken.
Bewertung und Margen
Einige Marktbeobachter warnen vor einer Überhitzung. Das Analysehaus Jefferies stuft die Aktie lediglich auf „Halten“ ein. Viele gute Nachrichten seien bereits im Kurs enthalten.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 66 ist das Papier ambitioniert bewertet. Ein fairer Wert liegt Schätzungen zufolge eher bei 54. Der US-Sektordurchschnitt beträgt indes 73.
Optimisten verweisen auf das strukturelle Monopol der Niederländer. Für das nächste Jahr erwarten Analysten ein Gewinnwachstum von 33 Prozent.
ASML profitiert zunehmend von Skaleneffekten. Die neuen High-NA-Systeme gehen nun in die standardisierte Serienfertigung über. Das senkt die Stückkosten und treibt die Margen nach oben.
Das bisherige 52-Wochen-Hoch liegt bei 1.748 Euro. Dieser Meilenstein ist nur noch 6,2 Prozent entfernt.
Im Juli präsentiert der Konzern seine neuesten Quartalsergebnisse. Investoren achten dann besonders auf den Auftragseingang und den konkreten Ausblick für 2026. Eine hohe Volatilität dürfte den Handel rund um diesen Termin prägen.
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