Der niederländische Lithografie-Spezialist Asml stellt die Weichen für die Halbleiterproduktion der kommenden Jahre. Mit einer neuen technologischen Partnerschaft für die nächste Generation der Belichtungssysteme und einem großflächigen Ausbau der Fertigungskapazitäten in Eindhoven bereitet das Unternehmen den Übergang zu noch feineren Chipstrukturen vor.
Kooperation für High NA EUV-Technologie
Am vergangenen Dienstag gaben ASML und der weltweit führende Auftragsfertiger TSMC eine Zusammenarbeit bekannt, um die Branche auf 12-Zoll-Photomasken für die High NA EUV-Lithografie umzustellen. Die Partner streben den Aufbau einer Pilotlinie für diese Masken bis zum Jahr 2031 an. Die vollständige Einsatzbereitschaft der Lithografiesysteme für die Produktion auf fortgeschrittenen Technologieknoten soll bis 2033 erreicht sein.
Parallel dazu konkretisieren sich die Adoptionspläne weiterer Branchengrößen für die modernsten Anlagen von ASML. Medienberichten zufolge plant Samsung Electronics den Einsatz von High NA EUV-Systemen für das Jahr 2028, während TSMC die Massenfertigung ab 2030 visiert. Reuters meldete zudem, dass ASML gemeinsam mit Großkunden an spezifischen Werkzeugen arbeitet, die für die Herstellung leistungsstarker Chips in Rechenzentren optimiert sind.
Expansionskurs am Heimatstandort
Um dem langfristigen Wachstum gerecht zu werden, begann das Unternehmen am Dienstag mit dem Bau eines zweiten großen Industriecampus im Norden von Eindhoven. Auf dem Gelände des Brainport Industries Campus North entsteht in mehreren Phasen eine Erweiterung, die letztlich eine Fläche von rund 350.000 Quadratmetern umfassen soll. Der neue Komplex bietet nach Abschluss des Ausbaus Platz für potenziell bis zu 20.000 Arbeitsplätze.
Im Börsenhandel am Freitag legte das Papier um 0,9 Prozent zu und schloss bei 1.468,60 Euro. Trotz der Erholung zum Wochenschluss notiert die Aktie aktuell 2,7 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Beginn des laufenden Jahres hat der Wert jedoch eine Kurssteigerung von 59 Prozent erzielt.
Geteilte Analystenstimmen und neue Partnerschaften
Die jüngsten Entwicklungen stoßen bei Beobachtern auf unterschiedliche Resonanz. Morgan Stanley senkte am vergangenen Mittwoch das Kursziel und begründete dies mit kurzfristigen Risiken bezüglich der Margenentwicklung und des Geschäfts in China.
Im Gegensatz dazu bekräftigte Berenberg am selben Tag die Einstufung mit „Buy“. Die Ratingagentur Fitch bestätigte bereits am 3. September das Rating A+ für ASML und hob die marktbeherrschende Stellung im Bereich der Lithografie hervor.
Zusätzlich zum Kerngeschäft engagiert sich der Konzern in angrenzenden Technologiefeldern. Am Mittwoch wurde eine Zusammenarbeit mit Xanadu Quantum Technologies bekannt, um die Lithografie für photonische Quantenhardware weiterzuentwickeln.
Zudem beteiligte sich ASML am Dienstag an der Finanzierungsrunde des KI-Unternehmens Mistral AI, die ein Gesamtvolumen von 3 Milliarden Euro umfasste. Diese Schritte unterstreichen die Strategie, über die klassische Chipherstellung hinaus in künftigen Schlüsseltechnologien präsent zu sein.
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 12. September liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
