ASML: MATCH Act drückt Kurs um vier Prozent

Geplante US-Exportbeschränkungen belasten ASML. Der niederländische Chipausrüster verliert über vier Prozent an Wert.

Auf einen Blick:
  • Kursrutsch nach diplomatischem Konflikt
  • MATCH Act bedroht Chinageschäft
  • Niederlande wehren sich gegen US-Pläne
  • Aktienrückkäufe stützen die Notierung

Gestern feierte die Asml-Aktie noch ein Rekordhoch bei 1.363,60 Euro. Heute trübt die Geopolitik die Stimmung. Ein diplomatischer Konflikt zwischen den Niederlanden und den USA drückt den Kurs um über vier Prozent ins Minus. Washington plant schärfere Exportkontrollen für das Chinageschäft.

Der Streit um den MATCH Act

Im Zentrum steht der sogenannte MATCH Act. Das geplante US-Gesetz zielt auf spezielle DUV-Lithografiesysteme ab. Es verbietet Herstellern auch die Wartung bereits gelieferter Anlagen in China. Die niederländische Regierung wehrt sich nun offiziell gegen diese Pläne.

Handelsminister Sjoerd Sjoerdsma kritisiert die extraterritoriale Reichweite der US-Vorgaben. Jedes Land sei für seine eigenen Gesetze verantwortlich. Ein Verbot von Software-Updates und Reparaturen würde den internationalen Handel massiv stören.

Das finanzielle Risiko für ASML

Die finanziellen Folgen für Europas wertvollsten Tech-Konzern sind erheblich. Im vergangenen Jahr stammte ein Drittel der ASML-Umsätze aus China. Für das laufende Jahr rechnet das Management bereits mit einem Rückgang auf rund 20 Prozent.

Analysten der Bank of America haben das Worst-Case-Szenario berechnet. Ein vollständiges Embargo für Immersionslithografie und Serviceleistungen kostet Umsatz. Die Experten schätzen den potenziellen Erlöseinbruch auf rund 15 Prozent. Der operative Gewinn könnte um bis zu 17 Prozent sinken.

Aktienrückkäufe stützen den Kurs

Trotz der politischen Störfeuer hält der Konzern an seiner Kapitalrückgabe fest. ASML kauft aktuell eigene Aktien über ein milliardenschweres Programm zurück. Anfang Mai erwarb das Unternehmen Papiere zu Durchschnittspreisen zwischen 1.204 und 1.314 Euro.

Das stützt die Notierung. Die langfristige Bilanz bleibt ohnehin stark. Die Folge: Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von 32 Prozent auf der Anzeigetafel. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Wert der Aktie fast verdoppelt.

Der MATCH Act ist bisher nur ein Gesetzentwurf. Ein paralleler Vorschlag liegt dem US-Senat vor und könnte in das nationale Verteidigungsbudget einfließen. Bis zu einer finalen Abstimmung bleibt das politische Risiko ein fester Bestandteil der ASML-Bewertung.

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