ASML: MATCH Act bedroht China-Geschäft

Washington plant weitreichende Exportrestriktionen für ASMLs DUV-Lithografie in China. Ein Wartungsverbot würde bestehende Serviceverträge und wiederkehrende Erlöse gefährden.

Auf einen Blick:
  • US-Verbot für DUV-Verkäufe nach China
  • China baut eigene DUV-Fertigung auf
  • Asml-Aktie bleibt unter Druck
  • Regulatorisches Risiko belastet Anleger

Die US-Regierung erwägt ein nahezu vollständiges Verbot für Asml, seine DUV-Lithografiesysteme nach China zu verkaufen und dort zu warten. Der sogenannte MATCH Act, im April eingebracht, zielt gezielt auf die älteren Immersions-DUV-Maschinen des niederländischen Konzerns ab. Washington übt damit Druck auf Den Haag aus, die Exportregeln weiter zu verschärfen.

Für ASML wäre das mehr als ein Randthema. China machte im zweiten Quartal noch 14 Prozent der ASML-Systemverkäufe aus, nach 19 Prozent im ersten Quartal – ein Rückgang, den Marktbeobachter bislang als kontrollierten Abschwung gewertet hatten. Käme das Wartungsverbot hinzu, träfe es nicht nur neue Aufträge, sondern auch den bestehenden Servicevertrag mit chinesischen Kunden.

China baut eigene Fertigung parallel auf

Parallel zur drohenden Verschärfung treibt China den Aufbau einer eigenen DUV-Fertigung voran. Der Hersteller Shanghai Yuliangsheng produziert seit Juli eigene Immersions-DUV-Systeme, mit geplant fünf Maschinen in diesem Jahr und einem Anstieg auf etwa 20 Systeme bis 2027. Abnehmer sind SMIC, Hua Hong und CXMT – allesamt Namen, die auch heute noch zu ASMLs Kundenkreis zählen. Zum Vergleich: China importierte 2025 noch 95 DUV-Systeme, überwiegend aus den Niederlanden.

Die Botschaft ist zweischneidig. Kurzfristig bleibt Chinas heimische Fertigungskapazität klein gegenüber dem historischen Importvolumen. Mittelfristig zeigt der Aufbau aber, dass Peking systematisch an einer Alternative zu ASML-Technologie arbeitet – selbst wenn diese preislich und technologisch vorerst nicht konkurrenzfähig ist.

Kurs unter Druck, Bewertung bleibt hoch

Der Aktienkurs spiegelt die Unsicherheit. Am Mittwoch schloss das Papier bei 1.495,80 Euro, nahezu unverändert zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Minus von 0,4 Prozent, nachdem die Aktie zuvor zwei Wochen lang deutlich zugelegt hatte.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.748,00 Euro liegt der Kurs derzeit 14 Prozent entfernt, während er das Jahrestief bei 611,70 Euro weit hinter sich gelassen hat. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 62 Prozent.

Die Bewertung bleibt trotz der jüngsten Konsolidierung ambitioniert. Analysten sahen die Aktie zuletzt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis deutlich über dem Branchendurchschnitt gehandelt, was Skeptiker als überteuert einstufen.

Befürworter verweisen dagegen auf die faktische Monopolstellung von ASML bei der EUV-Lithografie, einer Schlüsseltechnologie für moderne Chipfertigung, von der der Konzern nach Einschätzung von Marktbeobachtern langfristig von der wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert.

Anleger blicken auf regulatorisches Risiko

Für Anleger verschiebt sich damit der Fokus: Nicht mehr die Auftragslage insgesamt steht im Zentrum, sondern die politische Dimension des China-Geschäfts. Ein tatsächliches Wartungsverbot würde über die reinen Umsatzanteile hinausgehen, weil es bestehende Serviceverträge und damit wiederkehrende Erlöse infrage stellen könnte.

Bis eine endgültige Entscheidung aus Washington oder Den Haag vorliegt, dürfte diese Unsicherheit ein Belastungsfaktor für die Aktie bleiben, auch wenn die langfristige technologische Position des Unternehmens davon unberührt ist.

Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 28. August liefert die Antwort:

Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)