Asml Holding festigt seine Position als bevorzugter Wert der Wall-Street-Analysten. Goldman Sachs nahm das Papier Anfang August in seine European Conviction List auf. Analyst Alex Duval begründete den Schritt mit verbesserter Sichtbarkeit beim Kapazitätsausbau und einem starken Auftragseingang in den Bereichen Logik-Chips und DRAM-Speicher. Für das dritte Quartal 2026 bleibt ASML damit eine der bevorzugten Ideen des Bankhauses.
Anhaltende Nachfrage nach fortschrittlichen Belichtungssystemen
Der Rückenwind speist sich aus den jüngsten Geschäftszahlen. Im zweiten Quartal 2026 erzielte ASML einen Nettoumsatz von 9,33 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 2,9 Milliarden Euro.
Für das dritte Quartal stellte das Unternehmen einen Nettoumsatz zwischen 11 und 12 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 55 bis 57 Prozent in Aussicht. Reuters berichtete, dass die anhaltende Nachfrage nach fortschrittlicher Logik- und Speichertechnologie der zentrale preistreibende Faktor der vergangenen Wochen gewesen sei.
Auf Basis dieser Entwicklung hob ASML die Jahresprognose 2026 auf einen Nettoumsatz von 43 bis 45 Milliarden Euro an, verbunden mit einer Bruttomargen-Guidance von 54 bis 56 Prozent.
Zusätzlich kündigte das Unternehmen eine erste Quartalsdividende von 1,88 Euro je Aktie für 2026 an, die am 5. August ausgezahlt wurde. Für Anleger im Brasilien-Geschäft über sogenannte BDRs beschloss ASML zudem eine Ausschüttung von 0,16 brasilianischen Real je Anteilsschein, zahlbar am 11. August.
Analystenurteil bestätigt den Aufwärtstrend
Auch aus dem Analystenlager kamen zuletzt positive Signale. Bernstein Research bekräftigte am 10. August das Rating „Outperform“ mit einem Kursziel von 2.500 Euro. Analyst David Dai verwies damit auf das aus seiner Sicht weiterhin intakte Wachstumsprofil des Unternehmens.
Die Marktreaktion auf die Kombination aus Zahlenwerk, angehobener Prognose und Analystenzuspruch war deutlich sichtbar: Medienberichten zufolge zogen Investoren die Rückendeckung durch Goldman Sachs und Bernstein als Beleg dafür heran, dass die im Halbleitersektor verbreitete KI-getriebene Nachfrage nach Fertigungswerkzeugen ASML unmittelbar zugutekommt.
Am vergangenen Freitag schloss die Aktie bei 1.590,00 Euro, ein Minus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vortag – auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 5,4 Prozent zu Buche.
Wettbewerbsdruck bleibt im Blick
Nicht jede Nachricht rund um den Sektor fällt zugunsten des niederländischen Marktführers aus. Berichten zufolge sammelte das Startup Source Foundry vom Hedgefonds Situational Awareness weitere 400 Millionen US-Dollar ein, womit sich das Gesamtinvestment des Fonds auf 500 Millionen US-Dollar summiert und dem jungen Unternehmen eine Bewertung von rund 5 Milliarden US-Dollar verschafft.
Für ASML selbst ist dies zunächst nur Branchenkontext, ein direkter Wettbewerbsbezug lässt sich daraus derzeit nicht ableiten. Für Anleger bleibt damit die eigentliche Kernbotschaft bestehen: Umsatz, Marge und Prognose entwickeln sich gemeinsam nach oben, und die jüngsten Analystenurteile stützen dieses Bild.
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