Asml hat am Mittwoch die Auszahlung seiner Zwischendividende für 2026 abgeschlossen. Die niederländische Lithografie-Schmiede überwies 1,88 Euro pro Aktie an die Anteilseigner, für Inhaber der New Yorker Registeraktien entsprach das bei einem fixen Umrechnungskurs von 1,1371 US-Dollar je Euro rund 2,138 US-Dollar pro Anteil. Der Rekordstichtag für den Anspruch war der 28. Juli, nachdem die Aktie am Vortag ex Dividende gehandelt worden war.
Parallel zur Dividendenzahlung läuft der Aktienrückkauf des Unternehmens weiter. Zwischen dem 27. und dem 31. Juli erwarb ASML nach eigenen Angaben 273.339 eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 1.431,85 Euro. Der Gegenwert der Transaktion belief sich auf rund 391,0 Millionen Euro. Die Käufe erfolgen im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms für die Jahre 2026 bis 2028, mit dem ASML kontinuierlich Kapital an Aktionäre zurückführt.
Kapitalrückgabe trifft auf angehobene Jahresziele
Dividende und Rückkauf fallen in eine Phase, in der ASML seine Erwartungen für das laufende Jahr deutlich nach oben korrigiert hat. Mitte Juli hob das Unternehmen die Prognose für den Gesamtjahresumsatz 2026 auf eine Spanne von 43 bis 45 Milliarden Euro an, zuvor hatte die Bandbreite bei 36 bis 40 Milliarden Euro gelegen. Auch die Bruttomarge soll mit 54 bis 56 Prozent höher ausfallen als bisher kommuniziert. Als Treiber nannte ASML eine „beispiellose“ KI-getriebene Nachfrage in fortschrittlicher Logik- und Speicherfertigung.
Die Zahlen für das zweite Quartal 2026 lagen bereits über der bisherigen Zielsetzung: Der Nettoumsatz erreichte 9,3 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 54,0 Prozent, der Nettogewinn belief sich auf 2,9 Milliarden Euro. Für das dritte Quartal stellte ASML einen Nettoumsatz zwischen 11,0 und 12,0 Milliarden Euro in Aussicht – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorquartal.
Freedom Broker erhöht Kursziel deutlich
Auf die angehobene Guidance reagierte das Analysehaus Freedom Broker Anfang August mit einer kräftigen Anpassung seines Kursziels. Die Analysten erhöhten ihre Zielmarke für die Aktie auf 2.100 US-Dollar, nach zuvor 1.650 US-Dollar, und bestätigten die Einstufung „Buy“. Begründet wurde der Schritt mit der Kapazitätsausbau-Trajektorie des Unternehmens, die aus Sicht von Freedom Broker weiteres Aufwärtspotenzial birgt.
Auf Ebene der institutionellen Anleger zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. Medienberichten zufolge hat Hennion & Walsh Asset Management seine Beteiligung an ASML zuletzt ausgebaut, während Professional Advisory Services seinen Bestand reduzierte – zwei gegenläufige Bewegungen, die für sich genommen wenig über die grundsätzliche Anlegerstimmung aussagen.
Kursbild bleibt angespannt trotz starker Jahresbilanz
An der Börse spiegelt sich die Kombination aus angehobener Prognose, laufendem Rückkauf und Analystenzuversicht in einem Kurs wider, der sich zuletzt deutlich erholt hat. Am Freitag schloss die Aktie bei 1.508,20 Euro, ein Plus von 1,45 Prozent auf Tagesbasis. Seit Jahresbeginn steht damit ein Zuwachs von 63,67 Prozent zu Buche. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 1.748,00 Euro fehlen der Aktie dennoch 13,72 Prozent – die jüngste Erholung hat den Abstand zum Rekordniveau also noch nicht vollständig geschlossen.
Für die kommenden Wochen rückt ein weiterer Termin ins Blickfeld: ASML hat seine Teilnahme an der Jefferies Semiconductor IT Hardware & Communications Technology Conference in Chicago für den 25. August bestätigt. Investoren dürften dort auf weitere Einordnungen zur Nachfragelage in der Chipbranche und zur Umsetzung der jüngst angehobenen Jahresziele achten.
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