ASML-Aktie: Warum die Aktie jetzt überzeugt!

ASML übertrifft mit Rekordbestellungen die Erwartungen und profitiert strukturell vom KI-Chip-Boom, trotz sinkender China-Umsätze. Das Chartbild bleibt intakt.

Auf einen Blick:
  • Rekordbestellungen deutlich über Analystenerwartungen
  • Strukturelles Wachstum durch KI-Chip-Boom getrieben
  • Umsatzanteil aus China sinkt weiter
  • Chart zeigt intakten Aufwärtstrend

Die Asml-Aktie hat nach der kleinen Korrektur wieder Stärke gezeigt und befindet sich aktuell kurz vor dem letzten Hoch. Die Zahlen sowie das Thema rund um KI spiegeln sich klar im starken Chartbild wieder.

Ergebnisse übertreffen die Erwartungen

Ende Januar legte ASML Zahlen vor, die selbst in einem ohnehin euphorischen Halbleiterumfeld herausstechen. Im vierten Quartal 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von 9,7 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Noch beeindruckender fielen die neuen Bestellungen aus. Mit 13,16 Milliarden Euro lagen sie mehr als doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr summierte sich der Umsatz auf 32,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn auf 9,6 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand kletterte auf rund 38,8 Milliarden Euro, der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte.

Für 2026 stellt ASML weiteres Wachstum in Aussicht. Der Umsatz soll auf 34 bis 39 Milliarden Euro steigen, bei einer Bruttomarge zwischen 51 und 53 Prozent. Bereits im ersten Quartal peilt das Unternehmen 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro Umsatz bei einem ähnlichen Margenniveau an. ASML zeigt damit klar, dass die Profitabilität trotz steigender Volumina auf sehr hohem Niveau bleibt. Das Management macht keinen Hehl daraus, dass diese Dynamik strukturell getrieben ist.

Der strukturelle Treiber bleibt der KI-Chip-Boom. Führende Auftragsfertiger wie TSMC haben ihre Investitionspläne massiv ausgeweitet und planen für 2026 Capex in zweistelliger Milliardenhöhe, insbesondere für AI-Logikchips. Auch Speicherhersteller wie SK Hynix ordern verstärkt EUV-Systeme, um ihre HBM-Kapazitäten auszubauen. EUV ist längst Teil der globalen Industrieplanung, wer AI-Chips produzieren will, kommt an ASML nicht vorbei.

Gleichzeitig bleibt China ein Unsicherheitsfaktor. Neue niederländische Exportkontrollen erfordern zusätzliche Lizenzen für bestimmte Ersatzteile und Software-Updates. Zwei weitere Tools stehen inzwischen auf der Exportkontroll-Liste. Der Umsatzanteil Chinas ist bereits von 41 Prozent im Jahr 2024 auf 29 Prozent im Jahr 2025 gefallen und könnte 2026 weiter auf rund 20 Prozent sinken.

ASML-Aktie im Chart-Check

Seit Mitte letzten Jahres hat die ASML-Aktie einen starken Anstieg hingelegt und bis zum letzten Hoch rund 120 % zugelegt. Das ist ein beeindruckender Wert für gerade einmal sechs Monate. Auch kleinere Rücksetzer wurden sofort gekauft, danach zog die Aktie jeweils wieder an. Aktuell liegt zwischen 1.107 und 1.140 Euro eine Unterstützungszone. Sie ergibt sich aus den letzten Tiefs und der dort einsetzenden Kaufkraft. Sollte der Kurs an den Hochs auf Abweisung stoßen, könnte diese Zone als erste Anlaufstelle dienen. Darunter verläuft eine Aufwärtstrendlinie, die sich von den Tiefs Anfang September einzeichnen lässt. Erst wenn der Kurs sowohl die Unterstützungszone als auch die Trendlinie unterschreitet, würde sich das Chartbild deutlich eintrüben. Bis dahin gehe ich weiterhin von Stärke und tendenziell weiter steigenden Kursen aus. Hier die ASML-Aktie im Tageschart.ASML

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier:  https://www.tradingview.com/x/ca8Polq8/

Sollte der Markt erneut an die Zone zurücklaufen und dort Kaufkraft zeigen, könnte das eine Chance auf weiter steigende Kurse sein. Auch ein Bruch unter diese Zone mit anschließendem Anlaufen der Trendlinie kann eine Kaufchance bieten. Das Ziel läge dann an den letzten Hochs und in einer möglichen Trendfortsetzung.

Von Short-Positionen würde ich im aktuellen, starken Marktumfeld eher Abstand nehmen. Das wird für mich erst wieder interessant, wenn der bestehende Aufwärtstrend klar gebrochen wird.

Ihr Konrad

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