ASML Aktie: Samsung und TSMC setzen auf High-NA-EUV

Symbolbild, KI-generiert

ASML gewinnt Zusagen von Samsung und TSMC für High-NA-EUV, erweitert die Fertigung in den Niederlanden und erhält Analystenlob.

Auf einen Blick:
  • Asml-Aktie legt 2,3 Prozent zu
  • Samsung und TSMC planen High-NA-EUV
  • Neuer Campus schafft Kapazitäten
  • Barclays und BofA bleiben positiv

Gestern legte die Aktie von Asml Holding um 2,3 Prozent auf 1.456,80 Euro zu. Rückenwind verliehen verbindliche Kundenzusagen für hochentwickelte Lithografiesysteme sowie Pläne für einen umfangreichen Kapazitätsausbau.

Medienberichten zufolge liegt der operative Engpass des niederländischen Konzerns derzeit primär im Durchsatz bei Fertigung und Montage, nicht in der Nachfrage. Große globale Chipfertiger erproben bereits höhere Geschwindigkeiten bei der Montage von Extrem-Ultraviolett-Systemen. Dies stärkt die Preissetzungsmacht des Halbleiterausrüsters und verbessert die langfristige Visibilität der Umsätze.

Großkunden setzen auf High-NA-EUV

Laut Bloomberg haben sich Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) verpflichtet, ASMLs High-NA-EUV-Systeme für die Massenfertigung einzusetzen. Samsung plant den Einsatz ab 2028, während TSMC ab 2030 auf die Technologie setzen will. Die hochmodernen Anlagen können pro Stück rund $400 Millionen kosten. Die beiden Konzerne schließen sich damit Intel an, das diese Systeme ebenfalls nutzt.

Parallel dazu beteiligen sich die beiden Chiphersteller an einer gemeinsamen Brancheninitiative mit ASML. Ziel ist der Übergang von bisherigen Fotomasken auf ein größeres 12-Zoll-Format. Bis 2031 soll eine Pilotlinie entstehen, um die volle Serienreife für fortschrittliche Fertigungsknoten bis 2033 sicherzustellen.

Ausbau der Fertigungskapazitäten in den Niederlanden

Um künftige Liefermengen abzusichern, startete ASML am 8. September den Bau eines zweiten Industriecampus in der niederländischen Region Brainport. Das Projekt am Brainport Industries Campus North umfasst über mehrere Ausbauphasen hinweg rund 350.000 Quadratmeter Fläche. Es soll langfristig Raum für bis zu 20.000 Arbeitsplätze bieten.

Der erste Bauabschnitt soll 2029 bezugsfertig sein und Platz für mindestens 3.000 Beschäftigte bieten. Zentraler Bestandteil ist eine neue Flow Factory, die das Fertigungsmodell für die TWINSCAN-Produktionslinie modernisieren soll.

Analysten heben verbesserte Visibilität hervor

Am Markt stießen die Signale zur künftigen Auslastung auf Zustimmung. Barclays betonte am 8. September, die Ankündigungen böten mehr Klarheit über die Markteinführung der neuen Technologie und seien positiv zu bewerten. Am Mittwoch bekräftigte zudem Bank of America Securities ihre Kaufempfehlung für die Anteilsscheine des Unternehmens.

Durch den jüngsten Kursanstieg notiert die Aktie von ASML Holding nun 11 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

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