Hohe Nachfrage treibt Ausbaupläne in Eindhoven
Die ungebrochene Nachfrage nach Fertigungsanlagen für modernste Halbleiter prägt die langfristigen Planungen des niederländischen Technologiekonzerns. Laut Reuters prüft das Unternehmen Optionen, um im Jahr 2028 mehr als 110 EUV-Lithografiesysteme herzustellen.
Für das Jahr 2027 beläuft sich die geplante Produktionskapazität auf mindestens 80 Maschinen. Bis zu diesem Zeitraum gelten die Fertigungskontingente für die bestehenden Baureihen bereits als nahezu vollständig ausverkauft.
Um den künftigen Auslieferungszielen gerecht zu werden, hat das Unternehmen mit dem Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Eindhoven begonnen. Die Kunden bereiten sich schrittweise auf den technologischen Wechsel vor. Während die etablierten EUV-Systeme mit rund 200 Millionen $ je Einheit veranschlagt werden, kostet die nächste Generation der High-NA-Systeme rund 400 Millionen $ pro Anlage.
Montagegeschwindigkeit als limitierender Faktor
Als zentrale Hürde für eine rasche Ausweitung der Stückzahlen gilt jedoch die betriebsinterne Fertigung. Nach Einschätzung der Analysten von JPMorgan stellt nicht die Zulieferkette das wesentliche Nadelöhr dar, sondern das Tempo bei der Endmontage der hochkomplexen Systeme.
Asml CEO Christophe Fouquet erklärte, dass der Boom bei künstlicher Intelligenz anhalte und die Einführungspläne der Chiphersteller für die neuen High-NA-Maschinen schnell voranschreiten. Zu den Abnehmern und potenziellen Interessenten dieser Technologie zählen Branchenschwergewichte wie TSMC, Samsung, Intel und SK Hynix.
Rückkaufprogramm und angepasste Schätzungen
Parallel zu den Investitionen in die operative Infrastruktur setzt der Vorstand fortlaufend Barmittel für den Kapitalmarkt ein. Nach Unternehmensangaben erwarb ASML im Rahmen des aktuellen Rückkaufprogramms zwischen dem 14. und 18. September eigene Anteile für insgesamt rund 428 Millionen Euro. Allein am 18. September flossen 61.579.216 Euro in den Erwerb eigener Papiere.
Die fortlaufenden Transaktionen unterstreichen die finanzielle Handlungsfähigkeit des Konzerns, der trotz hoher Entwicklungsausgaben weiterhin erhebliche Mittelzuflüsse verzeichnet. Am Kapitalmarkt werten Beobachter die stetigen Zukäufe als Signal für das Vertrauen der Unternehmensführung in die eigene Marktstellung.
Auf der Analystenseite gab es unterdessen eine minimale Korrektur. Medienberichten zufolge senkte die Erste Group Bank am 18. September ihre Prognose für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2026 von zuvor 45,59 $ auf 45,10 $.
An den Handelsplätzen dominierte zuletzt wieder die Zuversicht. Im heutigen Handel verzeichnete die Aktie ein Kursplus von 1,8 Prozent auf 1.539,40 Euro.
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