ASML-Aktie: Paukenschlag – wohl dringend nötig!

Der Halbleiterausrüster ASML plant eine Neuausrichtung zur Vereinfachung interner Strukturen, die mit einem Abbau von etwa 1.700 Stellen einhergeht, um Innovationskraft und Agilität zu stärken.

Auf einen Blick:
  • Übergang von Matrix- zu Produktteams geplant
  • Netto-Reduzierung von rund 1.700 Stellen
  • Fokus auf schnellere Entscheidungswege und Innovation
  • Reorganisation erfolgt aus Position der Stärke

Im Rahmen der jüngsten Zahlenpräsentation hat der niederländische Konzern ASML eine Neustrukturierung seiner Organisation angekündigt. Demnach soll der Fokus stärker auf Ingenieurarbeit und Innovation gelegt werden.

Asml-Aktie: Interne Strukturen sollen vereinfacht werden

Der wichtige Halbleiterausrüster wächst seit Jahren rasant, doch intern mehren sich Hinweise darauf, dass komplexe Strukturen und langsame Entscheidungswege die Agilität beeinträchtigen. Vor allem Ingenieurteams hatten signalisiert, dass sie zu viel Zeit in Abstimmungen und Prozessen verlieren und sich wieder stärker auf ihre technische Arbeit konzentrieren wollen. Vor diesem Hintergrund plant ASML eine umfassende Neuordnung seiner Technologie‑ und IT‑Bereiche.

Kern des Vorschlags ist der Übergang von einer Matrixorganisation zu klar zugeordneten Produkt‑ und Modulteams. Ingenieure sollen künftig überwiegend an einem festen Produkt arbeiten, was Abläufe vereinfachen und Entscheidungen beschleunigen soll.

ASML-Aktie: 1.700 Stellen sollen wegfallen

Gleichzeitig bleibt ein zentrales Grundlagenteam bestehen, das technische Standards und gemeinsame Grundlagen über alle Bereiche hinweg sichert. Die Neuaufstellung bedeutet jedoch auch, dass bestimmte Führungspositionen wegfallen könnten. Insgesamt rechnet ASML mit einer Netto‑Reduzierung von rund 1.700 Stellen, hauptsächlich in den Niederlanden, teilweise auch in den USA. Parallel dazu sollen neue Ingenieursjobs entstehen, um laufende und künftige Technologieprojekte zu stärken.

ASML betont, dass die Veränderungen aus einer Position der Stärke heraus erfolgen: Die Nachfrage nach Lithografiesystemen bleibt hoch, und das Unternehmen will sicherstellen, dass es auch künftig schnell genug innovieren kann, um den wachsenden Anforderungen der Halbleiterindustrie gerecht zu werden.

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