ASML Aktie: Heemskerk nennt Europas Fabrik-Flaute

Symbolbild, KI-generiert

ASML erwarb Ende September eigene Aktien; die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 sollen am 14. Oktober folgen.

Auf einen Blick:
  • Asml-Aktie gewann am Freitag 3,2 Prozent
  • 165.200 eigene Aktien Ende September erworben
  • Keine Maschinenverkäufe in Europa gemeldet
  • Quartalszahlen für den 14. Oktober angekündigt

Die Aktie von Asml legte am Freitag um 3,2 Prozent zu und schloss bei 1.657,80 Euro. Der Kursgewinn erfolgte im Fahrwasser einer breiten Erholung bei Halbleiterwerten und Herstellern von Chipausrüstung. Für Rückenwind an den Börsen sorgten US-Arbeitsmarktdaten, die laut der Nachrichtenagentur AP Zinssorgen dämpften, gepaart mit anhaltender Zuversicht hinsichtlich der Nachfrage nach Ausrüstung für KI-fähige Halbleiter.

Laufende Aktienrückkäufe stützen den Markt

Neben dem freundlichen Branchenumfeld setzt der niederländische Technologiekonzern sein bestehendes Kapitalrückführungsprogramm fort. Im Rahmen des Aktienrückkaufs erwarb das Unternehmen in der Handelswoche vom 21. bis zum 25. September 165.200 eigene Anteile. Das Gesamtvolumen dieser Transaktionen belief sich auf 248.163.188 Euro.

Bereits in der vorangegangenen Periode vom 14. bis zum 18. September hatte ASML in größerem Umfang eigene Papiere am Markt erworben. Damals griff der Konzern für 304.500 Anteile zu, was einem Transaktionswert von 427.767.898 Euro entsprach. Die regelmäßigen Zukäufe nehmen kontinuierlich Stücke aus dem freien Handel und begleiten die Notierung im Vorfeld wichtiger Unternehmensereignisse.

Zurückhaltung beim Fabrikneubau in Europa

Trotz des weltweiten Interesses an fortschrittlicher Lithografie verläuft das Geschäft regional unterschiedlich. Frank Heemskerk, Executive bei ASML, stellte am 22. September fest, dass das Unternehmen derzeit keine Maschinen zur Chipherstellung in Europa absetze. Als Grund führte er ausbleibende Investitionen sowie den Mangel an Neubauten von Halbleiterfabriken auf dem europäischen Kontinent an.

Dieser Befund verdeutlicht, dass die Nachfrageimpulse für die Fertigungsanlagen weiterhin primär außerhalb Europas entstehen. Während Regionen mit hoher Konzentration an Fertigungskapazitäten die Kapazitäten erweitern, verharrt der Ausbau im Heimatmarkt des Unternehmens vorerst in einer Warteschleife.

Geschäftszahlen für das dritte Quartal angekündigt

Klarheit über die operative Dynamik und den tatsächlichen Auftragseingang erwarten Marktteilnehmer zur Mitte des Monats. ASML hat die Vorlage der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 14. Oktober angekündigt.

Die Veröffentlichung des Zahlenwerks soll um 07:00 Uhr MESZ erfolgen, gefolgt von einer Telefonkonferenz für Analysten und Investoren um 15:00 Uhr MESZ. Mit dem jüngsten Anstieg notiert das Papier 11 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, womit die bevorstehende Zwischenbilanz auf ein gestiegenes Kursniveau trifft.

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