Die Aktie von Asml Holding zeigt sich zum Auftakt der neuen Handelswoche gefestigt und setzt ihren positiven Trend der vergangenen Tage fort. Nachdem das Papier bereits am vergangenen Freitag durch einen deutlichen Kursanstieg von vier Prozent aufhorchen ließ, notiert der Wert heute bei 1.487,00 Euro. Damit verbucht die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von 61 Prozent und unterstreicht ihre Rolle als einer der wesentlichen Treiber im europäischen Halbleitersektor.
Rückenwind durch positive Branchenanalysen
Auslöser für die jüngste Belebung waren Medienberichten zufolge optimistische Einschätzungen für den Speichermarkt. Das Analysehaus Lynx Equity Strategies hatte sich am vergangenen Freitag bullisch zu den Speicherchipherstellern Micron Technology und Sandisk geäußert. Diese positiven Signale strahlten unmittelbar auf ASML aus, da das Unternehmen als weltweit führender Anbieter von Lithographiesystemen ein unverzichtbarer Ausrüster für die Kapazitätserweiterungen der großen Chipkonzerne ist.
Die Korrelation zwischen den Herstellern von Endprodukten wie DRAM- und NAND-Speichern und dem niederländischen Maschinenbauer bleibt eng. Analysten werten die Erholung im Speichersegment als Indiz für eine steigende Nachfrage nach fortschrittlichen Fertigungskapazitäten, was die Auftragsbücher von ASML mittelfristig stützen dürfte.
Trotz der jüngsten Erholung notiert der Kurs derzeit noch rund 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Ende Juni bei 1.748,00 Euro markiert wurde.
Ausblick auf das dritte Quartal und angehobene Prognosen
Anleger blicken nun gespannt auf den 14. Oktober, wenn ASML die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen wird. Die Erwartungshaltung ist hoch, nachdem das Unternehmen bereits im Juli die Prognosen für das Gesamtjahr deutlich angehoben hat.
Das Management rechnet für 2026 mit einem Nettoumsatz zwischen 43 Milliarden Euro und 45 Milliarden Euro. Ursprünglich war der Konzern lediglich von Erlösen in einer Spanne von 36 Milliarden Euro bis 40 Milliarden Euro ausgegangen.
Parallel dazu wurde die Erwartung für die Bruttomarge auf 54 bis 56 Prozent nach oben korrigiert. Diese Zuversicht speist sich aus einem starken zweiten Quartal, in dem ASML einen Nettoumsatz von 9,3 Milliarden Euro erzielte und damit die Markterwartungen übertreffen konnte. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob das Unternehmen das hohe Tempo bei der Auslieferung seiner komplexen Belichtungssysteme beibehalten kann.
Technologische Fortschritte und Kapitalrückführungen
Ein wesentlicher Faktor für die Marktführerschaft bleibt die Einführung der High-NA EUV-Technologie (Extreme Ultraviolet). Intel Foundry hat Mitte Juli den Start der Hochlaufproduktion für ausgewählte Prozessoren der Core Ultra Serie 3 („Panther Lake“) bekannt gegeben. Dabei kommen die neuen High-NA-Systeme von ASML zum Einsatz. Dies markiert den ersten großflächigen Einsatz dieser Technologiegeneration in der realen Produktion und festigt die technologische Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen.
Zusätzlich zur operativen Stärke setzt ASML weiterhin auf eine aktionärsorientierte Kapitalallokation. Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms für die Jahre 2026 bis 2028 erwarb das Unternehmen allein im zweiten Quartal eigene Anteile im Wert von etwa 1,1 Milliarden Euro.
Zudem erhielten Anleger am 5. August eine Zwischendividende in Höhe von 1,88 Euro je Stammaktie. Diese Maßnahmen unterstreichen die robuste Cashflow-Generierung des Konzerns trotz der hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung.
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