ASML: 1,88 Euro Dividende am 5. August

ASML zahlt am 5. August 1,88 Euro Dividende, während die Aktie seit Juni deutlich nachgab. Analysten sehen die China-Ängste als übertrieben an.

Auf einen Blick:
  • Dividende von 1,88 Euro am 5. August
  • Aktie verliert seit Junihoch rund 19 Prozent
  • Bank of America hält China-Sorgen für übertrieben
  • 40 von 44 Analysten raten zum Kauf

Asml zahlt am 5. August eine Dividende von 1,88 Euro je Aktie. Der Termin steht seit den Zweitquartalszahlen fest. Trotzdem bleibt die Stimmung um den Chipausrüster angespannt.

Die Ex-Dividenden-Tage sind bereits verstrichen: der 27. Juli an der Euronext, der 28. Juli an der Nasdaq. Die Auszahlung setzt eine Politik fort, die Aktionäre für das Gesamtjahr 2025 bereits mit 7,50 Euro je Aktie bedacht hat. Im zweiten Quartal kaufte ASML zudem Aktien im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms für 2026 bis 2028 zurück.

China treibt den Kursverfall

Die Dividende kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie unter Druck steht. Seit dem 52-Wochen-Hoch Ende Juni hat das Papier rund 18,7 Prozent verloren. Auslöser ist die Sorge, China könnte eigene Alternativen zur Lithografie-Technologie entwickeln und damit ASML als Zulieferer überflüssig machen.

Bank of America hält dagegen. China stehe zwar für etwa 20 Prozent der Konzernumsätze und 44 Prozent der DUV-Erlöse im laufenden Jahr. Selbst wenn China aber 20 Immersionsanlagen der Argon-Fluorid-Klasse lokal herstellen könnte, beträfe das nur 1,4 Milliarden Euro der ASML-Umsätze im Jahr 2027 – gerade einmal 2,4 Prozent des Konzernumsatzes. Die jüngste Verkaufswelle sei damit übertrieben, so die Einschätzung der Bank.

Die Wall Street bleibt insgesamt zuversichtlich. Von 44 Analysten, die das Papier laut Koyfin-Daten bewerten, empfehlen 40 den Kauf. Auch Momentum-Screens wie der Zacks Rank stufen ASML weiterhin als Strong-Buy-Kandidat ein.

Charttechnik bleibt angespannt

Der jüngste Ausverkauf hat Spuren im Chart hinterlassen. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 58 Prozent – ein Zeichen, wie nervös der Handel seit dem Junihoch geworden ist. Der RSI von 41,8 zeigt: Die Aktie ist weder überkauft noch überverkauft, hat sich aber deutlich von ihren Sommerhochs entfernt.

Auf Jahressicht bleibt ASML mit einem Plus von 54,21 Prozent dennoch klar im grünen Bereich. Der mittelfristige Aufwärtstrend ist intakt, auch wenn kurzfristig die Nerven blank liegen. Die kommende Woche dürfte zeigen, ob die Beruhigungspillen der Analysten die China-Sorgen tatsächlich dämpfen können – oder ob die Volatilität anhält.

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