Asiens Börsen unter Druck zum Wochenauftakt!

Anhaltende Spannungen im Nahen Osten treiben die Ölpreise auf Höchststände und drücken asiatische Aktienindizes. Positive chinesische Konjunkturdaten mildern die Stimmung nur leicht.

Auf einen Blick:
  • Ölpreis über 99 Dollar je Barrel nach US-Angriffen nahe Kharg Island
  • Japanischer Yen stärker bei 159,5 je Dollar, Intervention möglich
  • Chinas Wirtschaftsdaten übertreffen Erwartungen trotz schwacher Börsen
  • US-Futures zeigen leichte Erholung nach schwacher Vorwoche

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag überwiegend schwächer, belastet durch anhaltend steigende Ölpreise. Der Konflikt im Nahen Osten ist in seine dritte Woche eingetreten, nachdem die USA am Wochenende militärische Ziele in der Nähe von Kharg Island angegriffen hatten, dem wichtigsten Ölexporthafen des Iran. Die Entwicklungen ließen die Ölpreise weiter steigen.

WTI-Rohöl kletterte am Montag über 99 Dollar je Barrel, nachdem der Preis zuvor auf 102,40 Dollar gestiegen war – den höchsten Stand seit Juli 2022. Die USA warnten zudem, dass sie ihre Angriffe auf Energieinfrastruktur ausweiten könnten, sollte die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gestört werden. Gold hielt sich derweil nahe der Marke von 5.000 Dollar je Unze, nachdem es zwei Wochen in Folge gefallen war.

Japanischer Yen gewinnt an Stärke

Der japanische Nikkei-Index fiel um 0,68 Prozent auf unter 53.200 Punkte, während der breitere Topix-Index 0,7 Prozent auf 3.600 Punkte verlor. Der japanische Yen verstärkte sich auf unter 159,5 je Dollar und machte damit Verluste der Vorwoche wett. Marktteilnehmer beobachten aufmerksam, ob ein Durchbruch der Marke von 160 eine Intervention der Behörden am Devisenmarkt auslösen könnte.

Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg über 2,25 Prozent und erreichte damit Fünf-Wochen-Hochs. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi erklärte unterdessen, Japan plane derzeit nicht, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden, trotz Druck aus den USA auf andere Nationen.

Chinesische Wirtschaftsdaten überraschen positiv

Die chinesischen Börsen gaben ebenfalls nach: Der Shanghai Composite fiel um 0,34 Prozent auf unter 4.070 Punkte, während der Shenzhen Component um 1,2 Prozent auf 14.100 Punkte sank. Es war die dritte Verlustsitzung in Folge. Dennoch übertrafen wichtige Wirtschaftsdaten die Erwartungen und deuten auf eine festere Dynamik zu Jahresbeginn hin.

Die Einzelhandelsumsätze stiegen in den ersten beiden Monaten 2026 um 2,8 Prozent im Jahresvergleich, nach einem Anstieg von 0,9 Prozent im Dezember. Die Industrieproduktion legte im kombinierten Januar-Februar-Zeitraum um 6,3 Prozent zu, nach 5,2 Prozent im Dezember. Die Anlageinvestitionen stiegen um 1,8 Prozent, während Analysten mit einem Rückgang von 0,4 Prozent gerechnet hatten. Die Arbeitslosenquote in den Städten stieg allerdings auf 5,3 Prozent.

Indische und australische Märkte verzeichneten ebenfalls Verluste, wobei ausländische Investoren im März bereits über 5,5 Milliarden Dollar aus indischen Aktien abgezogen haben. Die US-Futures zeigten am Montag eine leichte Erholung, doch bleibt abzuwarten, wie nachhaltig diese angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sein wird.

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