Die Arm Holdings-Aktie ist am Freitag mit einem Kursgewinn von acht Prozent Spitzenreiter im Nasdaq 100-Index. Was treibt den Kurs des britischen Chipdesigners so stark nach oben?
Kursziel nach oben
Hinter der aktuellen Kursexplosion stehen zwei fundamental wichtige Katalysatoren. Der direkte Auslöser für die heutige Rallye ist eine extrem bullische Analyse der Bank of America (BofA). Ihre Analysten hoben das Kursziel für die ARM-Aktie radikal von 245 auf 335 US-Dollar an.
Die Bank of America prognostiziert, dass der weltweite Markt für CPUs in den nächsten fünf Jahren nicht wie bisher angenommen auf 125 Milliarden US-Dollar, sondern auf 170 Milliarden Dollar explodieren wird. Ihre neue Prognose begründen die BofA-Analysten mit dem rasanten Aufstieg von Agentic AI.
Während das reine Anlernen von KI primär auf Grafikchips (GPUs) läuft, erfordern diese neuen, interaktiven KI-Agenten eine extrem starke Single-Thread-Leistung bei der Live-Berechnung – und das ist die absolute Paradedisziplin von CPUs. Da ARM Holdings die Industriestandards für energieeffiziente CPUs entwickelt, verdient das Unternehmen an fast jedem verkauften KI-Chip über Lizenzen und Lizenzgebühren mit.
Die Lizenzgebühren werden sprudeln
Zusätzlichen Auftrieb erhält die ARM Holdings-Aktie durch Berichte, wonach Nvidia Großkunden in China darüber informiert hat, dass seine neue Vera-CPU (Nvydias erster eigenständiger Prozessor für autonome KI) ab August lieferbar ist und ab sofort bestellt werden kann.
Der Vera-Prozessor von Nvidia basiert vollständig auf der ARM-Architektur. Nvidia-Finanzchefin Colette Kress hatte bereits angekündigt, dass diese CPU-Sparte bis Anfang 2027 ein 20-Milliarden-Dollar-Geschäft für Nvidia werden soll. Für ARM bedeutet das: Jedes Mal, wenn Nvidia eine dieser neuen CPUs verkauft, fließen saftige Lizenzgebühren.
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