Intels schwacher Ausblick hat gestern auch die in den USA notierten Arm-Aktien belastet. Laut Reuters gerieten Halbleiterwerte unter Verkaufsdruck, nachdem Intel vor einer Schwäche des PC-Marktes und Einschränkungen in der Fertigung gewarnt hatte. Heute verliert Arm vorbörslich 1,8% – die Aktie steht damit weiter unter Druck.
Oracle plant Einsatz der AGI-CPU
Am Mittwoch kündigte Arm an, dass Oracle den Einsatz der Arm AGI CPU in der Oracle Cloud Infrastructure für Herbst 2027 plant. Die Prozessoren sollen dort sowohl allgemeine Cloud-Aufgaben als auch Anwendungen mit KI-Agenten unterstützen. Damit erweitert sich der geplante Cloud-Einsatz des Produkts.
Ebenfalls am Mittwoch stellte Arm eine Bewertungsmethodik für CPUs bei Anwendungen mit KI-Agenten vor. Fujitsu, Meta und OpenAI unterstützten die Entwicklung. Nach Angaben von Arm ermittelte das unabhängige Testunternehmen Signal65 über sieben Arbeitslasten hinweg eine nahezu doppelt so hohe modellierte Leistung je Rack gegenüber dem AMD EPYC 9755.
Am 21. Oktober hatte Arm zudem die Software-Unterstützung für seine AGI-CPU beschrieben. Diese umfasst Frameworks für KI-Agenten, die Orchestrierung, den Datenabruf und die Bereitstellung von Modellen. Dabei verwies das Unternehmen auf eine neue Benchmark-Methodik, die auf dem OCP Global Summit 2026 vorgestellt worden war.
Fertigungskapazitäten begrenzen Erwartungen
StoneX-Analyst Gary Mobley bestätigte am Montag seine Einstufung „Halten“ für Arm. Er begründete dies mit begrenztem kurzfristigem Umsatzpotenzial aufgrund eingeschränkter Fertigungskapazitäten. Diese Beschränkungen betreffen seiner Einschätzung nach auch die Erlöse mit der Arm AGI CPU.
Als nächster Ergebnistermin steht im Anlegerkalender von Arm der 4. November 2026. Vorgesehen ist die Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027.
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