Arm Holdings steht vor einer weichenstellenden Woche. Der britische Chip-Designer bereitet einen massiven Aktiensplit vor. Parallel dazu schrauben Analysten ihre Kursziele kräftig nach oben.
Optische Verbilligung durch Aktiensplit
Ab dem 14. Juli 2026 werden die Papiere auf bereinigter Basis gehandelt. Das Unternehmen führt einen Aktiensplit im Verhältnis 10-zu-1 durch. Dieser Schritt soll die Aktie optisch verbilligen und die Liquidität für Privatanleger erhöhen.
Die Euphorie am Markt speist sich aus neuen Expertenstimmen. UBS sieht das Kursziel für den Chip-Spezialisten nun bei 470 US-Dollar. TD Cowen hob die Prognose sogar von 265 auf 475 US-Dollar an.
Milliarden-Potenzial durch KI-Chips
Beide Banken verweisen auf die massive Nachfrage im KI-Sektor. Arm profitierte zuletzt von einem Umsatzsprung auf 4,92 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026. Der Reingewinn belief sich dabei auf 904 Millionen US-Dollar.
Im Zentrum der Strategie steht eine neue Prozessoren-Generation für Künstliche Intelligenz. Diese „AGI CPU“ entstand in Kooperation mit dem Tech-Riesen Meta. Das Projekt hat bereits eine sichtbare Nachfrage von über zwei Milliarden US-Dollar ausgelöst.
Langfristig greift das Management nach den Sternen. Bis zum Jahr 2031 soll der Umsatz auf 25 Milliarden US-Dollar klettern. Allein der neue KI-Chip könnte davon 15 Milliarden beisteuern.
Quartalszahlen im Visier
Die nächste Belastungsprobe folgt am 29. Juli nach US-Börsenschluss. Dann legt Arm die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor.
Experten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,36 US-Dollar. Der Quartalsumsatz soll bei 1,27 Milliarden US-Dollar liegen.
Trotz kleinerer Gewinnmitnahmen am Freitag notiert die Aktie bei 284,50 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein massives Plus von 190 Prozent zu Buche. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 281 Milliarden Euro gehört der Konzern inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen weltweit.
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