Ares Capital liefert eine Dividendenrendite von über zehn Prozent. Das lockt Einkommensinvestoren an, während sich das Marktumfeld für Mittelstandsfinanzierer spürbar eintrübt. Hinter der attraktiven Fassade wachsen die Risiken im Kreditportfolio.
Stabile Ausschüttung trifft steigende Ausfälle
Die Quartalsdividende bleibt stabil bei 0,48 US-Dollar. Auf das Jahr gerechnet ergibt das eine Rendite von rund 10,11 Prozent. Das Unternehmen verdiente im ersten Quartal 2026 unterm Strich 0,55 US-Dollar je Aktie.
Damit deckt das operative Ergebnis die Ausschüttung derzeit noch ab. Allerdings trübt sich die Qualität der Kredite ein. Die Quote der Problemkredite stieg im ersten Quartal auf 2,1 Prozent. Ende 2025 lag dieser Wert noch bei 1,8 Prozent.
Bankenflaute als Chance
Mittelständler weichen verstärkt auf alternative Geldgeber aus. Traditionelle Institute halten sich bei der Vergabe von Krediten zurück. Ares Capital nutzt diese Lücke als einer der größten alternativen Kreditgeber.
Die Zinsen für solche Kredite liegen oft deutlich über dem Referenzzinssatz SOFR. Dieser bewegt sich aktuell bei rund 4,3 Prozent. Analysten der Bank UBS warnen jedoch vor steigenden Ausfallraten im gesamten Sektor der Privatkredite.
Skepsis an der Börse
Die Aktie notiert aktuell bei 16,41 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier knapp sechs Prozent an Wert. Immerhin reduzieren Leerverkäufer ihre Wetten gegen das Unternehmen. Die Short-Quote sank zuletzt um fast sechs Prozent.
Mitte Juni steht der Ex-Dividende-Tag an. Anleger blicken nun auf die Entwicklung der Kreditausfälle im nächsten Quartalsbericht. Steigt die Quote der Problemkredite weiter, schrumpft das Polster für die hohe Dividende.
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