ADM lagert sein Geschäft mit Futtermittel-Aminosäuren in ein Gemeinschaftsunternehmen aus. Partner ist der südkoreanische Konzern CJ CheilJedang, der die Mehrheit übernehmen soll. Die Ankündigung kam heute und betrifft vor allem das Lysin-Geschäft in Nordamerika.
Was das Joint Venture umfasst
Das neue Unternehmen soll Aminosäuren für die Tierernährung herstellen und vermarkten. CJ bringt Produktionsstandorte in Fort Dodge im US-Bundesstaat Iowa und in Piracicaba in Brasilien ein, dazu Vertriebsbüros in den USA, Mexiko und Brasilien. ADM steuert die Aminosäure-Anlage in Decatur, Illinois, bei.
CJ lizenziert zusätzlich sein geistiges Eigentum für Futtermittel-Aminosäuren, gültig in Nord- und Südamerika. Das Gemeinschaftsunternehmen erhält die exklusiven Rechte, solche Produkte in den Amerikas herzustellen und zu verkaufen.
Wichtig für die Einordnung: Die übrigen Aktivitäten von ADM in Decatur und die weiteren globalen Fermentationsanlagen bleiben außen vor. Auch CJ behält sein Fermentationsgeschäft außerhalb des Joint Ventures.
Warum ADM diesen Schritt geht
Die Strategie verbindet CJs Fermentationstechnologie mit ADMs amerikanischer Produktionsbasis und dem starken Rohstoffzugang. Beide Partner wollen so die Kostenposition verbessern und die heimische Produktion stabilisieren.
ADM-Manager Kris Lutt verweist auf ein schwieriges globales Marktumfeld, das die US-Produktion von Lysin gefährde. Als Argument nennt er zudem jüngste Entscheidungen des US-Handelsministeriums und der US-Handelskommission ITC. Diese sollen unfaire Handelspraktiken bei Lysin-Importen aus China eindämmen. ADM sieht darin eine Bestätigung des Vorhabens.
Gleichzeitig hält der Konzern an der Fermentation als Wachstumsfeld fest. Die verbleibende Kapazität soll als Plattform dienen, um Märkte für Lebensmittel, Futtermittel und Industrie über Präzisionsfermentation zu erschließen.
Kurs und nächste Schritte
Die Aktie gab im US-Handel zuletzt um rund 0,8 Prozent auf etwa 79 Dollar nach. Die Reaktion fiel damit gedämpft aus, was zur überschaubaren Größe des Geschäftsfelds im Konzern passt.
Der Start des Joint Ventures steht noch nicht fest. Er hängt von üblichen Abschlussbedingungen und behördlichen Genehmigungen ab. Einen konkreten Termin nennen die Partner bislang nicht.
Archer-Daniels-Midland-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Archer-Daniels-Midland-Analyse vom 02. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Archer-Daniels-Midland-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Archer-Daniels-Midland-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Archer-Daniels-Midland: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
