Arafura Rare Earths Aktie: Abnahmevertrag mit Windkraft-Hersteller erweitert

Symbolbild, KI-generiert

Arafura Rare Earths liefert künftig bis zu 500 Tonnen Magnetrohstoffe jährlich. Die Vereinbarung gilt zunächst fünf Jahre und beflügelt die Aktie.

Auf einen Blick:
  • Aktie legt um 14 Prozent zu
  • Jährlich bis zu 500 Tonnen vereinbart
  • Vertrag zunächst auf fünf Jahre ausgelegt
  • Nolans-Produktion ab 2029 anvisiert

Der australische Rohstoffentwickler Arafura Rare Earths hat am heutigen Freitag eine Ausweitung seiner bestehenden Abnahmevereinbarung mit einem globalen Hersteller von Windturbinen gemeldet. Der Kontrakt sieht die Lieferung von jährlich bis zu 500 Tonnen Neodym- und Praseodymoxid-Äquivalent vor. Die Nachricht stieß am Markt auf reges Interesse: Im deutschen Handel verteuerte sich das Papier heute um 14 Prozent auf 0,1203 Euro.

Indexgebundene Konditionen für bis zu acht Jahre

Die vertragliche Grundlaufzeit der erweiterten Vereinbarung ist auf fünf Jahre ausgelegt. Zudem besteht für den Abnehmer eine Verlängerungsoption auf bis zu acht Jahre. Wie das Branchenmedium Mining Weekly berichtet, knüpft die Preisgestaltung direkt an einen unabhängigen globalen Seefracht-Index an. Neue wesentliche Zusatzbedingungen über das erweiterte Volumen hinaus wurden nicht vereinbart.

Für Hersteller von Windkraftanlagen bilden Neodym und Praseodym wesentliche Bestandteile zur Fertigung leistungsfähiger Permanentmagnete in Turbinengeneratoren. Angesichts geopolitischer Risiken und Bestrebungen zur Diversifizierung industrieller Beschaffungswege spielt die vertragliche Absicherung dieser kritischen Rohstoffe für westliche Anlagenbauer eine wachsende Rolle.

Förderstart für 2029 avisiert

Das Lieferkontingent soll vollständig aus dem Nolans-Projekt im australischen Northern Territory bedient werden. Für das Bergbauvorhaben, dessen Gesamtinvestitionsvolumen auf 1,6 Milliarden US-Dollar beziffert wird, hatte Arafura Rare Earths die endgültige Investitionsentscheidung im Mai getroffen.

Bis zum tatsächlichen Materialfluss vergeht allerdings noch Vorlaufzeit für Errichtung und Inbetriebnahme der Anlagen. Das Unternehmen visiert den Start der kommerziellen Produktion am Standort Nolans für den Zeitraum von Anfang bis Mitte 2029 an. Verbindliche Abnahmeverträge mit industriellen Endkunden bilden eine zentrale Säule, um die geplante Fördermenge der künftigen Mine bereits vor Baubeginn am Markt unterzubringen.

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