Arafura: 1,34 Milliarden Liquidität gesichert

Arafura Rare Earths sichert sich 175,5 Mio. AUD für das Nolans-Projekt. Der Bau der Seltene-Erden-Anlage startet im September.

Auf einen Blick:
  • Erste Finanzierungstranche über 175,5 Mio. AUD abgeschlossen
  • Bau der Seltene-Erden-Anlage startet im September
  • Hancock Prospecting erhöht Anteil auf rund 17,5 Prozent
  • Zweite Tranche erfordert Aktionärszustimmung im Juli

Arafura Rare Earths hat heute die erste Tranche seiner Großfinanzierung abgewickelt. 175,5 Millionen australische Dollar sind geflossen — institutionelle Investoren zahlen 0,26 Dollar je Aktie. Damit ist die Hälfte der geplanten 350-Millionen-Platzierung unter Dach und Fach.

Die neuen Aktien werden morgen, am 29. Mai, an der australischen Börse ASX gelistet. Die Nachfrage war stark. Sowohl Bestandsinvestoren als auch neue institutionelle Geldgeber beteiligten sich.

Liquidität für Nolans-Projekt gesichert

Mit dem heutigen Abschluss und bereits zugesagten Eckpfeiler-Investments verfügt Arafura nun über eine Pro-forma-Liquidität von rund 1,34 Milliarden australischen Dollar. Diese Mittel erfüllen die Eigenkapitalanforderungen für staatlich gestützte Kreditlinien internationaler Exportkreditagenturen.

Hancock Prospecting, geführt von Gina Rinehart, bleibt Ankerinvestor. Nach Abschluss der gesamten Kapitalmaßnahme wird Hancocks Anteil von 15,5 auf etwa 17,5 Prozent steigen.

Bau startet im September

Das Nolans-Projekt soll Australiens erste vollintegrierte Seltene-Erden-Anlage werden — vom Erz bis zum Oxid. Geplant sind 4.440 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid pro Jahr. 93 Prozent der verbindlichen Abnahmeziele sind bereits gesichert. Hyundai, Kia, Siemens Gamesa und Traxys haben Verträge unterzeichnet.

Die Baustelle liegt 135 Kilometer nördlich von Alice Springs im Northern Territory. Baubeginn ist für September vorgesehen. Ende Mai hatte der Vorstand die finale Investitionsentscheidung getroffen.

Zweite Tranche braucht Zustimmung

Die zweite Platzierungstranche über 174,5 Millionen Dollar steht noch aus. Sie erfordert die Zustimmung der Aktionäre. Am 2. Juli findet dazu eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Gleichzeitig wird über ein 25-Millionen-Kaufangebot für Privatanleger abgestimmt.

Die Erlöse fließen in Baumaßnahmen, Beschaffung langfristiger Komponenten und Betriebskapital. Erste Produktion ist für Mitte 2029 geplant.

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