Die aktuelle Lage bei Applovin wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: Während ein renommiertes Analystenhaus eine massive Rally vorhersagt, bricht der Aktienkurs gleichzeitig ein. Trotz einer prestigeträchtigen Kaufempfehlung verlor das Papier in den letzten 24 Stunden deutlich an Wert. Anleger fragen sich nun: Ist dies eine Überreaktion des Marktes oder der Beginn einer tieferen Korrektur?
835 Dollar Kursziel verpufft
Eigentlich lieferte Evercore ISI genau den Treibstoff, der normalerweise für steigende Kurse sorgt. Analyst Robert Coolbrith nahm die Bewertung von Applovin mit einem „Outperform“-Rating auf und setzte ein selbstbewusstes Kursziel von 835,00 US-Dollar.
Diese optimistische Einschätzung stützt sich auf konkrete Wachstumstreiber:
* Dominanz: Applovin gilt als führende Ad-Tech-Plattform im Mobile-Gaming-Sektor.
* Expansion: Der erfolgreiche Vorstoß in den Bereich E-Commerce-Werbung eröffnet neue Einnahmequellen.
* Wachstum: Für den Zeitraum von 2025 bis 2028 erwarten die Analysten ein jährliches Umsatz- und EBITDA-Wachstum von über 30 Prozent.
Marktrealität: Ausverkauf dominiert
Trotz dieser fundamentalen Rückenwinde stürzte die Aktie ab. In den jüngsten Handelssitzungen verlor Applovin etwa 7 bis 10 Prozent an Wert und fiel in den Bereich von 600 bis 618 US-Dollar zurück.
Verantwortlich für diesen Kursrutsch ist vor allem der breite Tech-Ausverkauf, der den Nasdaq und die gesamte Branche unter Druck setzt. Positive Unternehmensnachrichten werden derzeit von der negativen Marktstimmung überschattet. Besonders auffällig war das Handelsvolumen, das auf über 8,3 Millionen Aktien hochschnellte – deutlich mehr als der Tagesdurchschnitt von rund 4,4 Millionen. Der Kurs rutschte zeitweise sogar unter die 600-Dollar-Marke, bevor eine leichte Stabilisierung einsetzte.
Applovin Corporation Aktie Chart
Gemischte Signale der Insider
Die Verunsicherung wird durch gegensätzliche Handlungen relevanter Akteure verstärkt. Zwar kaufte der US-Abgeordnete Gilbert Ray Cisneros, Jr. kürzlich Anteile zu, doch das Gesamtbild bei den Insidern bleibt vorsichtig. In den vergangenen 90 Tagen trennten sich Unternehmensinsider von Aktien im Wert von rund 200 Millionen US-Dollar.
Auch charttechnisch spitzt sich die Lage zu. Die Aktie notiert aktuell unter ihrem 20-Tage-Durchschnitt, was kurzfristig als bärisches Signal gilt. Der langfristige Aufwärtstrend ist jedoch noch intakt, da der Kurs weiterhin deutlich über der 200-Tage-Linie bei etwa 550 US-Dollar liegt.
Die Diskrepanz zwischen dem Analystenziel von 835 US-Dollar und dem aktuellen Kursniveau um 610 US-Dollar bietet theoretisch enormes Potenzial. Das konkrete Markt-Momentum zeigt jedoch vorerst nach unten, wobei die Zone um 550 US-Dollar als nächste entscheidende Unterstützungslinie fungiert.
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