Eine teure Angelegenheit für Applied Materials. Der Hersteller von Halbleiterausrüstung muss 252,5 Millionen Dollar an das US-Handelsministerium zahlen. Grund sind Verstöße gegen Exportkontrollen bei Lieferungen nach China zwischen November 2020 und Juli 2022. Immerhin gibt es auch gute Nachrichten. Das Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC haben ihre Ermittlungen ohne weitere Schritte beendet.
Applied Materials zeigt sich erleichtert über die Einigung. Man sei froh, dass die Prüfungen der US-Regierung nun abgeschlossen seien, teilte das Unternehmen mit. Die zivile Einigung mit dem Handelsministerium beendet die Vorwürfe wegen Nichteinhaltung der Exportvorschriften. Für einen Konzern dieser Größe ist die Summe zwar schmerzhaft, aber verkraftbar.
Die China-Probleme bleiben bestehen
Doch die grundsätzlichen Herausforderungen sind damit nicht vom Tisch. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Applied Materials bereits gewarnt, dass neue Exportbeschränkungen des Bureau of Industry and Security den Umsatz um 710 Millionen Dollar treffen könnten. Ohne Lizenz darf das Unternehmen bestimmte Produkte nicht mehr an chinesische Kunden liefern. Das ist deutlich mehr als die jetzige Strafzahlung.
Applied Materials produziert Anlagen für die Herstellung von Mikroprozessoren, die unter anderem für künstliche Intelligenz benötigt werden. Ein Wachstumsmarkt, keine Frage. Doch das China-Geschäft bleibt ein Risikofaktor. Anleger sollten die weitere Entwicklung der Exportrestriktionen genau im Auge behalten. Die Strafe ist bezahlt, die politischen Unsicherheiten bleiben.
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