Tim Cook gibt sich versöhnlich. Beim China Development Forum in Peking lobte der Apple-Chef am Sonntag die Innovationskraft des Landes und die Stärke der chinesischen Zulieferer. Dabei steht Apple gleichzeitig massiv unter Druck der Regulierungsbehörden wegen seiner App-Store-Praktiken.
„Innovation, grüne Entwicklung und Bildung sind nicht voneinander getrennt. Sie sind tief miteinander verbunden“, sagte Cook laut Bloomberg. Diese Vision teile Apple mit China. Schöne Worte, die aber nicht darüber hinwegtäuschen können, dass Apple gerade erst die Gebühren für Entwickler in China senken musste. Staatliche Medien signalisieren bereits, dass weitere Zugeständnisse folgen sollen.
Cook betonte die Bedeutung des chinesischen Entwickler-Ökosystems und der Produktionskapazitäten. Über 90 Prozent der Apple-Fertigung in China läuft bereits mit sauberer Energie. Mehr als 90 Zulieferer haben sich verpflichtet, bis 2030 vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das klingt beeindruckend, ist aber auch eine Notwendigkeit angesichts des regulatorischen Umfelds.
China bleibt trotz Diversifizierung unverzichtbar
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im jüngsten Quartal legte der Umsatz in Greater China um 38 Prozent zu. Die neuen iPhones verkaufen sich prächtig, Nutzer wechseln von Konkurrenzmarken zu Apple. China bleibt damit die wichtigste Produktionsbasis und Hauptquelle der Lieferkette, wie Cook selbst einräumte.
Gleichzeitig baut Apple seine Fertigung in Indien und Vietnam aus, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Eine vernünftige Strategie angesichts der Handelsspannungen zwischen Washington und Beijing. Doch das ändert nichts daran, dass China für Apple unverzichtbar bleibt.
Cook wird weiter den Spagat zwischen Regulierungsdruck und Geschäftsinteressen meistern müssen. Die jüngsten Zugeständnisse bei den App-Store-Gebühren dürften nicht die letzten gewesen sein. Für Anleger bleibt die Frage, wie viel Apple noch nachgeben muss, um seine Position im wichtigsten Wachstumsmarkt zu sichern.
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