Der Speicherhunger der KI-Rechenzentren hat dafür gesorgt, dass der Markt mehr oder weniger leergefegt wurde und die Preise unkontrolliert in die Höhe stiegen. Die Preise für Arbeitsspeicher haben sich zuletzt in nur drei Monaten mehr als verdreifacht und die Hersteller rechnen mit einer Knappheit bis mindestens 2028.
Bisher hat sich dies noch kaum auf Endgeräte ausgewirkt. Doch die Hersteller müssen in Zukunft wohl tiefer in die Tasche greifen. Davon ist Gerüchten zufolge wohl auch Apple betroffen. Laut einem Artikel von „wccftech“ muss der Konzern mittlerweile bis zu 70 US-Dollar für einen einzelne LPDDR5X-Chip an Samsung zahlen. Zu Jahresbeginn sollen es lediglich 25 bis 29 Dollar gewesen sein.
Apple will preisstabil bleiben
Apple konnte die Auswirkungen bisher mit langfristigen Lieferverträgen abfedern. Doch Gerüchten zufolge stehen im Frühjahr neue Verhandlungen an, und bis dahin könnten die Preise noch weiter anziehen. Insidern zufolge soll sich dies zwar nicht auf den Verkaufspreis des iPhone auswirken. Die Margen könnten aber ein Stückchen geringer ausfallen.
Je nachdem, wie die Lage im Speichermarkt sich weiterentwickelt, könnte die Problematik sich in Zukunft noch weiter verschärfen. Allerdings steht Apple dank üppiger Margen noch vergleichsweise gut da. Wohl auch deshalb bleiben die Anteilseigner bisher eher entspannt. Am Freitag konnte die Apple-Aktie im vorbörslichen Handel leicht zulegen.
Apple Aktie Chart
Sparsamkeit zahl sich aus
Apple verbaut in seinen iPhones vergleichsweise wenig Speicher. Während anderswo 16 GB bereits die Norm sind und einige Hersteller, warum auch immer, schon 24 GB verbauen, begnügt sich selbst das Top-Modell von Apple in Form des iPhone 17 Pro Max mit 12 GB. Unter Enthusiasten führt das schon mal zu Kritik. Doch in der gegenwärtigen Marktlage könnte es sich umso mehr auszahlen.
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