Apple Aktie: Testet CXMT-Chips gegen DRAM-Mangel

Apple stärkt mit neuem Werk in Texas die US-Produktion, während Speichermangel und strategische Neuausrichtung die Planung für 2026 beeinflussen.

Auf einen Blick:
  • Neues Fertigungswerk in Houston eröffnet
  • Speicherchip-Tests mit chinesischem Hersteller
  • iPhone-18-Launch teilweise auf 2027 verschoben
  • Rechtliche Auseinandersetzungen und Führungswechsel

Apple hat am Donnerstag sein neues Advanced Manufacturing Center in Houston offiziell eröffnet. Mit dieser Einrichtung zielt das Unternehmen darauf ab, die Fertigungskapazitäten für Hardware innerhalb der USA zu vertiefen und die heimische Produktion zu stärken.

Die Expansion findet in einem Umfeld statt, das von massiven Herausforderungen in der globalen Lieferkette geprägt ist, während gleichzeitig strategische Weichenstellungen im Management und in der Produktplanung vorgenommen werden.

Neue Fertigung in Houston und Lieferketten-Druck

Die Eröffnung des Zentrums in Texas ist eine Reaktion auf die Notwendigkeit, Lieferketten resilienter zu gestalten. Parallel dazu versucht das Unternehmen, Engpässen bei kritischen Komponenten entgegenzuwirken, die durch den aktuellen Boom bei Künstlicher Intelligenz verschärft werden.

Laut Reuters testet Apple derzeit Speicherchips des chinesischen Herstellers CXMT für den Einsatz in iPhones und MacBooks, um die Knappheit bei Bauteilen abzufedern.

Medienberichten zufolge sah sich der Konzern bereits dazu gezwungen, die Auslieferungsprognosen für das Jahr 2026 aufgrund des anhaltenden Mangels an DRAM-Komponenten zu kürzen.

Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, wurde das Inventar für OLED-Displays zuletzt auf einen Zeitraum von sechs Wochen ausgeweitet. Diese Maßnahmen verdeutlichen den hohen Kostendruck, der durch steigende Preise für Speicherbausteine auf der gesamten Lieferkette lastet.

Strategische Verschiebungen und Produktgerüchte

In der Produktplanung zeichnen sich Veränderungen für das kommende Jahr ab. Medienberichten zufolge wird Apple im September 2026 voraussichtlich kein Standardmodell des iPhone 18 vorstellen. Stattdessen könnten einige Modellvarianten erst im Frühjahr 2027 auf den Markt kommen.

Während die Pläne für die nächste Smartphone-Generation angepasst werden, bereitet das Unternehmen offenbar neue Hardware-Kategorien vor. Intern bezeichnen Mitarbeiter ein künftiges faltbares iPhone als „Ultra“.

Zudem intensiviert das Unternehmen seine Bemühungen im Bereich der digitalen Dienste und Unterhaltung. So wurden am Montag die ersten Live-Übertragungen im Format „Apple Immersive Friday Night Baseball“ angekündigt. Zudem befindet sich der Konzern am Mittwoch Medienberichten zufolge in frühen Gesprächen über die US-Übertragungsrechte für das Golfturnier Open Championship.

Juristische Konflikte und personeller Umbruch

Auf der rechtlichen Ebene führt Apple derzeit mehrere Auseinandersetzungen. Im Streit um angebliche Betriebsgeheimnisse fordert das Unternehmen eine einstweilige Verfügung gegen OpenAI und zwei ehemalige Mitarbeiter.

Zudem wurde am Montag ein Vergleich mit der US-Gleichstellungsbehörde EEOC über 150.000 US-Dollar erzielt, nachdem Vorwürfe wegen antisemitischer Äußerungen eines Filialleiters laut geworden waren.

International wehrt sich Apple am Montag gegen Versuche der britischen Regierung, über Cloud-Backups Zugriff auf verschlüsselte Kundendaten zu erhalten. In Russland wurde zudem ein Antimonopol-Verfahren eröffnet, da das Unternehmen die Vorinstallation lokaler Apps verweigert haben soll.

Flankiert werden diese Entwicklungen von personellen Veränderungen in der Führungsebene. Wie Reuters am Donnerstag berichtete, hat Apple Nate Gatten, einen ehemaligen Manager von American Airlines, als Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten verpflichtet. Gleichzeitig steht ein Generationenwechsel bei Apple Pay an: Die langjährige Leiterin des Dienstes, Jennifer Bailey, wird im Oktober in den Ruhestand treten.

An der Börse notierte das Papier zuletzt stabil. Die Aktie schloss am Freitag bei 264,30 Euro, was einem Rückgang von 0,2 % gegenüber dem Vortag entspricht.

Seit Jahresbeginn konnte der Wert um 14 % zulegen, notiert jedoch derzeit noch 12 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 301,80 Euro. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich aktuell auf umgerechnet 3.847,53 Milliarden Euro.

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