Während Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft gerade dabei sind, ihre Kassen für KI-Rechenzentren zu leeren, macht Apple still und leise das Gegenteil: Es schüttet das Geld an die Aktionäre aus. Und zwar in einem Tempo, das die gesamte US-Unternehmensgeschichte in den Schatten stellt.
Sechs Rekorde, alle von Apple
Die sechs größten Aktienrückkaufprogramme in der Geschichte amerikanischer Unternehmen gehören Apple. Alle sechs. Platz sieben teilt sich Apple noch mit Chevron, aber das ist schon fast eine Randnotiz. 2024 waren es 110 Milliarden Dollar, 2025 dann 100 Milliarden. Über zehn Jahre summieren sich Apples Rückkäufe auf rund 727 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Microsoft hat im gleichen Zeitraum knapp 189 Milliarden ausgegeben, Meta rund 174 Milliarden.
Das Ergebnis ist entsprechend eindeutig: Apples durchschnittliche Aktienanzahl liegt heute 33,8 Prozent unter dem Niveau von vor zehn Jahren. Das hat den Gewinn je Aktie um 51 Prozent nach oben gedrückt, ganz ohne dass das operative Geschäft auch nur einen Cent mehr verdient hätte. Reine Finanzmechanik, aber sie wirkt.
Was die KI-Jünger gerade opfern
Die anderen Magnificent-Seven-Mitglieder haben sich für einen anderen Weg entschieden. Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft investieren massiv in Datenzentren, in der Hoffnung, dass sich das irgendwann auszahlt. Das mag klug sein. Oder auch nicht. Jedenfalls schrumpft dabei das Kapital, das für Rückkäufe und Dividenden übrig bleibt.
Amazon hat in fünf Jahren gerade mal 6 Milliarden Dollar für Rückkäufe ausgegeben, und trotzdem ist die Aktienanzahl im gleichen Zeitraum um knapp 6 Prozent gestiegen. Die Rückkäufe reichen dort nicht mal, um die Verwässerung durch Mitarbeitervergütungen auszugleichen. Apple hingegen hat die Aktienanzahl in fünf Jahren um 13,5 Prozent gesenkt, bei einem Rückkaufvolumen von 437 Milliarden Dollar.
Apple Aktie Chart
Rinehart erwartet Fortsetzung
Charles Rinehart, Chief Investment Officer bei Johnson Investment Council, rechnet zur anstehenden Quartalsmeldung mit einem ähnlichen Rückkaufvolumen wie in den Vorjahren, dazu mit einem Dividendenanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. „Das ist ein wesentlicher Nachfragetreiber für die Aktie und verhindert, dass sich der riesige Cashbilanz in der Bilanz aufbläht“, kommentiert Rinehart gegenüber MarketWatch. Apple-CEO Tim Cook hatte die Dividende 2012 wieder eingeführt, 2018 folgte das Ziel, mittelfristig eine netto-cash-neutrale Bilanz zu erreichen.
Was die Zahlen über die Rendite sagen
Wer die Apple-Aktie vor zehn Jahren gekauft und gehalten hat, kommt auf eine Gesamtrendite von 1.042 Prozent. Der S&P 500 schaffte im gleichen Zeitraum 303 Prozent. Wer damals auf Microsoft gesetzt hat, liegt bei 813 Prozent, auf Alphabet bei 826 Prozent. Beides respektabel, aber eben nicht Apple.
Die Dividendenrendite auf Basis des damaligen Kaufpreises liegt für Apple-Aktionäre von vor zehn Jahren heute bei 3,94 Prozent. Nicht schlecht für ein Unternehmen, das nie als Dividendenwert galt. Microsoft kommt, zugegebenermaßen, bei dieser Kennziffer sogar auf 7,03 Prozent.
727 Milliarden Dollar in zehn Jahren für die Aktionäre. Lass die anderen doch ruhig über KI reden.
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