Lange Schlangen vor den Filialen in Metropolen von Sydney bis New York begleiteten gestern den weltweiten Verkaufsstart des iPhone 18 Pro und Pro Max. In mehr als 65 Märkten brachte der Technologiekonzern seine Spitzenmodelle in den stationären Handel. Für das Unternehmen markiert der Verkaufsauftakt zugleich eine personelle Zäsur: Erstmals eröffnete der neue Vorstandschef John Ternus die Türen des Flagship-Stores an der New Yorker Fifth Avenue.
Hohe Nachfrage in den Filialen
Vor zahlreichen Geschäften bildeten sich zum Start Wartezeiten, während Online-Bestellungen der Pro-Modelle teils mehrwöchige Lieferfristen aufweisen. Neben den Smartphones gelangten gestern auch die Apple Watch Series 12, die Watch Ultra 4 sowie die AirPods 5 in den Verkauf. Ausgestattet sind die neuen Telefone mit dem A20-Pro-Prozessor im Zwei-Nanometer-Verfahren sowie Kamerasystemen mit variabler Blende.
Die Marktresonanz stützt die Erwartung eines robusten Absatzes im Schlussquartal. An der Börse beendete das Papier den Handel am Freitag bei 292,40 Euro. Mit einem Plus von 26 Prozent seit Jahresbeginn notiert der Titel rund 3,1 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 301,80 Euro.
Analysten heben Upgrade-Potenzial hervor
Rückenwind erhält der Konzern von Marktbeobachtern. Das Analysehaus Evercore ISI bekräftigte seine Einstufung mit „Outperform“ und hob das Kursziel von 365 auf 380 US-Dollar an. Eine Befragung von knapp 4.000 US-Verbrauchern durch das Haus deutet auf eine Beschleunigung der Neuanschaffungen hin.
Demnach gaben 67 Prozent der wechselbereiten Kunden das Alter ihres aktuellen Geräts als Hauptgrund für einen Neukauf an, verglichen mit 48 Prozent im Vorjahr. Der durchschnittliche Erneuerungszyklus sank laut der Erhebung von 26,5 Monaten auf 23,5 Monate.
Zudem planen 53 Prozent der Interessenten den Griff zu einem Pro- oder Pro-Max-Gerät. Auch die Bank of America sieht Unterstützung durch Mobilfunkbetreiber, deren Rabattaktionen die Anschaffungskosten für Kunden abdämpfen, und stuft die Aktie mit einem Kursziel von 370 US-Dollar auf „Buy“.
Faltbares Smartphone folgt im Oktober
Ein zusätzlicher Impuls für das Hardware-Geschäft steht bereits fest. Das erste faltbare Modell des Herstellers, das iPhone Duo, soll ab dem 16. Oktober vorbestellbar sein und am 23. Oktober in den Verkauf gehen. Das Gerät verfügt über ein 7,6-Zoll-Hauptdisplay und ein 5,4-Zoll-Außendisplay. Für das laufende Halbjahr rechnen Marktbeobachter mit einer weiter anziehenden Produktionsauslastung bei den Premium-Geräten.
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