Im Darknet kursieren Fotos und technische Details des iPhone 18 Pro, das Apple erst im September vorstellen will. Noch bevor das Gerät offiziell existiert, liegt seine Hauptplatine, liegen Batteriedaten und Kameradetails offen im Netz.
Tata als Einfallstor
Hinter dem Leak steckt eine Ransomware-Gruppe, die Daten von Tata Electronics gestohlen hat, einem indischen Konzern, den Apple in den vergangenen Jahren systematisch als Fertigungspartner außerhalb Chinas aufgebaut hat. Mehr als 200.000 Dateien sollen insgesamt im Umlauf sein, darunter auch Material zu Tesla, TSMC und Qualcomm. Für Apple ist der Zeitpunkt denkbar ungelegen: Das Unternehmen hat zuletzt ohnehin Preise für mehrere Produkte angehoben, weil Chip-Kosten gestiegen sind. Jetzt kommt der Vertrauensschaden obendrauf.
Narendra Modis Aushängeschild wackelt
Tata ist dabei nicht irgendein Zulieferer. Die Partnerschaft mit Apple gilt als Kernstück von Indiens Ambitionen, sich als Elektronikmacht zu etablieren. Premierminister Narendra Modi hat die Kooperation politisch mitgetragen und gefördert. Dass ausgerechnet dieser Partner jetzt als Sicherheitslücke dasteht, ist für alle Beteiligten unangenehm, für Tata aber am meisten. Apple schützt seine Produktinformationen mit bekannt hohem Aufwand. Wer das nicht garantieren kann, riskiert die Zusammenarbeit.
Keine Reaktion, kein Kommentar
Weder Apple noch Tata haben sich bislang zu den Berichten geäußert. Das Schweigen sagt in diesem Fall schon genug. Die Aktie zeigte am Folgetag der Meldung über den norwegischen Staatsfonds, der zuletzt seine Apple-Beteiligung reduziert hatte, keine Bewegung. Ob der Darknet-Leak das ändert, wird sich zeigen, wenn der Markt die Tragweite einpreist. Das iPhone 18 Pro soll trotzdem im September kommen. Die Überraschung ist jedenfalls schon weg.
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