Apple holt sich Verstärkung aus den USA. Der Konzern kündigte heute neue und erweiterte Partnerschaften mit amerikanischen Zulieferern an, und zwar für das faltbare iPhone Duo und das iPhone 18 Pro. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Das Duo kommt am Freitag in die Läden, die Lieferzeiten sind lang.
Titan aus Pennsylvania
Der Titanproduzent Perryman Company soll künftig Titan für Apple-Produkte liefern, darunter das Duo. Apple will bis zu 100 Millionen Dollar über drei Jahre investieren. Das Material, ein Titan der Güteklasse 5, soll zu mindestens 80 Prozent aus Recyclingmaterial bestehen und im Gehäuse des Duo zum Einsatz kommen.
Parallel dazu baut Apple die Zusammenarbeit mit Qnity Electronics aus Delaware aus. Das Unternehmen fertigt fortschrittliche Folien für die variable Blende der Hauptkamera des iPhone 18 Pro. Nach Apple-Angaben stammen fast 100 Komponenten der beiden Modelle von US-Firmen in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten.
Die Ankündigung fügt sich in das größere Programm ein. Apple hat 600 Milliarden Dollar an US-Investitionen über vier Jahre zugesagt. Zu den Partnern zählen Broadcom, Corning und Amkor, das in Arizona eine Anlage für Chip-Verpackung und Tests baut. Die Endmontage der meisten iPhones bleibt allerdings im Ausland.
Knappes Angebot beim Duo
Ob die neue Titanquelle kurzfristig mehr Geräte bringt, ließ Apple offen. Die Nachfrage ist hoch: Laut Morgan Stanley reichten die Lieferschätzungen für manche Duo-Modelle am ersten Vorbestelltag bis auf rund 14 Wochen, so lang wie bei keinem neuen iPhone seit einem Jahrzehnt. JPMorgan rechnet 2026 mit 8 bis 9 Millionen ausgelieferten Geräten, zuvor standen etwa 10 Millionen im Raum.
An der Börse gab die Aktie vorbörslich gut ein Prozent nach, nach einem Schlusskurs von 342,94 Dollar am Montag. Das Umfeld für Technologiewerte gilt als nervös.
Termine im Anschluss
Der nächste Impuls kommt bald. Am 28. Oktober lädt Apple unter dem Motto „Pro and tell“ nach Los Angeles ein. Welche Produkte gezeigt werden, hat der Konzern nicht verraten. Spekuliert wird über neue MacBook-Pro-Modelle.
Am 2. November folgen die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal, die erste Telefonkonferenz unter Konzernchef John Ternus. Apple selbst peilt ein Umsatzplus von 9 bis 11 Prozent an. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 113,37 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,99 Dollar je Aktie.
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