Apple-Aktie: Das DRAM-Problem belastet die Margen!

Apple verschiebt Smart-Home-Start wegen Siri-Problemen und sieht sich steigenden Speicherkosten ausgesetzt. Analysten halten an Kaufempfehlung fest.

Auf einen Blick:
  • Smart-Home-Display startet erst im September 2026
  • DRAM-Preise könnten sich bis zu 100% erhöhen
  • Neue Budget-Geräte mit aggressiver Preisstrategie
  • Aktie notiert leicht im Minus seit Jahresbeginn

Apple kämpft aktuell an zwei Fronten gleichzeitig. Während steigende Preise für Speicherchips die Margen des Tech-Giganten belasten, verzögert sich der Start eines wichtigen Smart-Home-Geräts aufgrund von Problemen mit der hauseigenen Künstlichen Intelligenz. Warum Analysten dem Konzern aus Cupertino dennoch einen klaren Wettbewerbsvorteil zutrauen, zeigt ein Blick auf die jüngste Produktstrategie.

Siri-Probleme verschieben Smart-Home-Start

Eigentlich sollte ein neues Smart-Home-Display mit integrierter Gesichtserkennung und personalisierten Anzeigen bereits im Frühjahr auf den Markt kommen. Die Hardware, ein kompakter Bildschirm im iPad-Format, ist zwar längst fertiggestellt, doch die Software macht Apple derzeit einen Strich durch die Rechnung. Da die überarbeitete Version der Sprachassistentin Siri in der aktuellen Testphase die versprochenen Funktionen noch nicht zuverlässig liefert, wurde der Verkaufsstart nun intern angepasst. Das neue Kontrollzentrum für das Zuhause soll voraussichtlich erst im September 2026 erscheinen, um es parallel zum iPhone 18 Pro und der dann finalisierten KI-Software auf den Markt zu bringen.

Steigende Kosten als Chance?

Neben den Software-Hürden sieht sich Apple mit stark steigenden Preisen für Speicherchips (DRAM) konfrontiert. Die Analysten der Citi Bank rechnen für das zweite Halbjahr mit Preisaufschlägen von bis zu 100 Prozent und kürzten daraufhin leicht ihre Gewinnprognosen für den Konzern. Gelingt es dem Marktführer, diese massiven Kostenblöcke besser zu absorbieren als die Konkurrenz?

Experten wie der Citi-Analyst Atif Malik bejahen dies ausdrücklich. Sie gehen davon aus, dass Apple durch seine schiere Größe und effiziente Lieferketten Marktanteile gewinnen kann, während kleinere Smartphone-Hersteller unter dem Preisdruck deutlich stärker leiden werden. Entsprechend beließ die Investmentbank ihre Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 315 US-Dollar. An der Börse wird diese komplexe Gemengelage derzeit eher verhalten aufgenommen: Die Apple-Aktie notiert aktuell bei 224,50 Euro und weist damit seit Jahresbeginn ein leichtes Minus von knapp drei Prozent auf.

Apple Inc. Aktie Chart

Angriff über den Preis

Wie gut Apple den aktuellen Kostendruck managt, zeigte sich Anfang März bei der Präsentation neuer Einsteigergeräte. Mit dem MacBook Neo und dem iPhone 17e brachte das Unternehmen zwei Geräte für jeweils 599 US-Dollar auf den Markt. Das ist ein ungewöhnlich aggressiver Preispunkt, insbesondere da das neue Budget-iPhone nun standardmäßig 256 GB Speicher bietet. Diese Preisstrategie dient einem klaren Ziel: Apple nimmt kurzfristig geringere Hardware-Margen in Kauf, um die Einstiegshürde in sein Ökosystem zu senken und langfristig über lukrative Dienstleistungen und Abonnements zu wachsen.

Ob die Strategie aus günstiger Hardware und der Fokus auf die noch fehlerbehafteten KI-Funktionen aufgeht, wird sich in Kürze fundamental belegen lassen müssen. Konkrete Antworten zur Margenentwicklung unter dem neuen Kostendruck wird das Management spätestens Ende April oder Anfang Mai 2026 liefern, wenn Apple die offiziellen Geschäftszahlen für das zweite Quartal präsentiert.

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