Apple hat hat sich diese Woche mit einer Investitionsankündigung von 100 Milliarden USD in den USA zurück in die Schlagzeilen katapultiert. Die Börse reagierte prompt, der Kurs kletterte über wichtige charttechnische Hürden. Erst sechs Monate zuvor hatte der Vorstand Investitionen in Höhe von 500 Milliarden USD in den kommenden Jahren versprochen. Womit wir aktuell bei einer Investitionssumme von stolzen 600 Millarden US-Dollar angelangt wären. Diese vollmundigen Versprechen bleiben voerst aber nur glänzende Fassade. Denn die wichtigsten Baustellen des Konzerns bleiben bestehen, allen voran das Fehlen einer überzeugenden KI-Strategie.
Große Summe – überschaubare Wirkung
Die 600 Milliarden USD klingen zunächst gigantisch. Sie sind jedoch vor allem ein PR-Move, um Trump zufriedenzustellen. Tatsächlich handelt es sich um die Summe, die Apple in den nächsten Jahren insgesamt in den USA ausgeben will. Es werden hier keine weiteren Mittel locker gemacht, die nicht ohnehin schon eingeplant gewesen wären.
Viele der Projekte, wie die Zusammenarbeit mit Corning in Kentucky oder Coherent in Texas, betreffen Bauteile, die anschließend weiterhin in China oder Indien endmontiert werden. Zoll-Risiken werden damit zwar kurzfristig entschärft, an der Abhängigkeit der Lieferkette ändert sich jedoch wenig.
Gestiegener iPhone-Absatz: Augenwischerei?
Die Quartalszahlen für Q3 wiesen ein Umsatzplus von 9,6% aus. Dafür waren im Wesentlichen die um 13% gestiegenen iPhone-Verkäufe verantwortlich. Doch dabei handelte es sich vor allem um Vorzieheffekte, mit denen Apple auf die damalige Zoll-Debatte reagierte.
Die Erwartungen für das laufende Quartal fallen wieder deutlich niedriger aus und sehen Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich voraus. Mit anderen Worten: Was wir an Wachstum im letzten Quartal gesehen haben, ist keinesfalls nachhaltig gewesen.
Apple Inc. Aktie Chart
Das KI-Problem – Gefahr eines „BlackBerry-Moments“
Wettbewerber wie Meta oder Google integrieren ihre KI-Produkte tief in Hardware und Services. Was passiert bei Apple? Dort hinkt man dem Markt nach wie vor hinterher. „Apple Intelligence“ sollte eigentlich neue Kaufanreize schaffen, doch bislang fehlen durchschlagende Anwendungen.
Analysten wie Dan Ives (Wedbush) warnen bereits vor einem Szenario ähnlich dem Niedergang von BlackBerry, falls Apple nicht bald eine klare KI-Strategie entwickelt. Geplante Partnerschaften, etwa mit Perplexity AI oder Google Gemini, wären zudem komplex und regulatorisch heikel.
Hohe Bewertung bei schwacher Wachstumsstory
Analysten erwarten für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 nur rund 5% Umsatzwachstum – wenn nicht bald KI-Treiber die Bewertung verändern. Gleichzeitig wird die Aktie mit dem 28-Fachen der für 2026 erwarteten Gewinne gehandelt. Diese Diskrepanz zwischen Bewertung und Wachstumspotenzial ist der Kern der „600-Milliarden-Falle“: Große Ankündigungen überdecken strukturelle Probleme, lösen sie aber nicht.
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