Apollo Global Management sieht sich mit ungewöhnlich hohem Rücknahmedruck konfrontiert. Der Vermögensverwalter hat Investoren im Private-Credit-Fonds Apollo Debt Solutions BDC nur etwa 45 Prozent ihrer beantragten Rücknahmen gewährt. Die Nachfrage nach Ausstiegen überstieg mit 11,2 Prozent der ausstehenden Anteile die zulässige Grenze von 5 Prozent deutlich. Statt der geforderten 1,5 Milliarden Dollar zahlte Apollo rund 730 Millionen Dollar aus.
Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit seiner treuhänderischen Pflicht gegenüber allen Investoren. „Wir müssen die Interessen derjenigen, die Liquidität suchen, mit jenen ausbalancieren, die investiert bleiben möchten“, erklärte Apollo. Die Begrenzung von Rücknahmen soll langfristige Wertschöpfung für alle Anteilseigner sicherstellen.
Der Nettoinventarwert unter Druck
Der Nettoinventarwert je Anteil des Fonds sank in den drei Monaten bis Ende Februar um 1,2 Prozent. Apollo betonte allerdings, dass diese Entwicklung günstiger ausfiel als beim U.S. Leveraged Loan Index, der im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent nachgab. Die relative Outperformance dürfte für verbleibende Investoren ein schwacher Trost sein, wenn sie die absolute Wertentwicklung betrachten.
Die Frage stellt sich, wie nachhaltig diese Bewertungen sind. Private Credit gilt als weniger liquide Anlageklasse, deren Bewertungen nicht täglich am Markt getestet werden. In Stressphasen können sich theoretische und realisierbare Werte deutlich unterscheiden.
Apollo Global Management Aktie Chart
Branchenweite Entwicklung gibt Anlass zur Vorsicht
Apollo steht mit diesem Problem nicht allein da. Berichten zufolge haben Investoren im ersten Quartal branchenweit mehr als 10 Milliarden Dollar aus den größten Private-Credit-Fonds abziehen wollen. Vermögensverwalter mussten Rücknahmen begrenzen, was Fragen zur Liquidität dieser Anlageklasse aufwirft.
Private Credit hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wachstumsmotor für die Wall Street entwickelt. Die aktuellen Rücknahmewellen könnten jedoch das Vertrauen in diese Produkte erschüttern. Für Anleger bleibt die Frage, wie sich diese Entwicklung auf die Bewertungen und die künftige Attraktivität von Private-Credit-Investments auswirken wird. Die kommenden Quartale dürften zeigen, ob es sich um eine vorübergehende Marktstörung oder um einen strukturellen Vertrauensverlust handelt.
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