Aon baut seine Führungsriege im Mittelstandsgeschäft um. Doug Hammond, bislang Chef der Tochter NFP, wechselt mit sofortiger Wirkung in die neu geschaffene Rolle des Global Executive Chairman für das gesamte Middle-Market-Segment des Konzerns, zu dem auch NFP gehört. Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem Plus von rund 1,9 Prozent auf 349,78 Dollar.
Hammond berichtet künftig direkt an Konzernchef Greg Case und soll die Mittelstandsstrategie über Aon und NFP hinweg bündeln. Den Chefposten bei NFP übernimmt niemand direkt – stattdessen wird die operative Führung neu verteilt.
Vier neue Namen im Machtgefüge
Mike Schneider, seit 2003 bei NFP und zuletzt Präsident für die Regionen Central und West, wird CEO des Middle-Market-Geschäfts für Nordamerika und berichtet an Anne Corona, Nordamerika-Chefin von Aon.
Ethan Foxman, zuvor Präsident der NFP-Region Atlantic, übernimmt als Präsident dieselbe Einheit und berichtet an Schneider. Mike James, vormals Vertriebschef bei NFP, wird Chief Growth Officer. Alle drei rücken zusätzlich in Aons Nordamerika-Führungsgremium auf.
Ergänzend werden NFP-Präsident Mike Goldman und Vize Ed O’Malley zu Vice Chairmen von NFP ernannt. In der EMEA-Region berichtet Matt Pawley, bislang Managing Director von NFP für Großbritannien und Irland, künftig direkt an Hammond und arbeitet dort eng mit Tracy-Lee Kus, Co-CEO von Aon EMEA, zusammen.
Der Umbau kommt, nachdem Aon NFP vor einigen Jahren übernommen hatte, um im lukrativen Mittelstandssegment zu wachsen – einem Bereich, den viele Versicherungsmakler als Wachstumstreiber sehen, weil kleinere und mittlere Firmen im Vergleich zu Großkonzernen oft unterversorgt sind mit Risikoberatung. Mit der neuen Struktur bündelt Aon die bisher getrennt geführten Einheiten von Konzern und Tochter enger.
Für Anleger bleibt der Umbau zunächst ein internes Personalthema ohne unmittelbare Zahlenrelevanz. Entscheidend wird sein, ob die neue Führungsstruktur die angestrebten Synergien zwischen Aon und NFP tatsächlich beschleunigt.
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