Bei Deutz tut sich gerade richtig etwas. Der Kölner Motorenbauer verlässt sein altes Spielfeld und greift im Energiemarkt an. Mit der vollständigen Übernahme der Frerk Aggregatebau GmbH macht das Unternehmen einen klaren Strategiewechsel sichtbar. Weg von der Abhängigkeit vom klassischen Motorengeschäft. Hin zu stabileren, wachstumsstarken Erlösquellen.
Frerk ist kein kleiner Zukauf. Das Unternehmen gilt als Spezialist für komplexe Notstromlösungen. Besonders gefragt sind diese Systeme in Rechenzentren, Krankenhäusern und sensibler Infrastruktur. Genau dort, wo Ausfälle keine Option sind. Frerk liefert nicht nur Aggregate, sondern komplette, sofort einsatzbereite Anlagen. Das Geschäft wächst schnell. Und es gilt als hochprofitabel.
Deutz AG Aktie Chart
Volltreffer für Deutz
Für Deutz ist das ein Volltreffer. Nach dem Einstieg bei dem US-Hersteller Blue Star Power Systems entsteht nun ein international skalierbares Energieportfolio. Motorenkompetenz trifft auf Systemintegration. Dazu kommt ein globales Service- und Händlernetz. Das erhöht Reichweite und Schlagkraft.
Für Anleger ist vor allem eines wichtig. Die Zahlen. Deutz rechnet mit rund 100 Mio. Euro zusätzlichem Umsatz pro Jahr. Profitabel. Kein Zukunftsversprechen, sondern greifbares Geschäft. Langfristig soll der Energy-Bereich massiv wachsen. Bis 2030 stehen rund 500 Mio. Euro Umsatz im Raum. Organisch und durch weitere Zukäufe.
Deutz senkt Risiken
Der Schritt senkt Risiken. Das klassische Motorengeschäft schwankt stark. Das Energiegeschäft läuft konstanter. Getrieben von Digitalisierung, Cloud-Boom und steigenden Sicherheitsanforderungen. Notstrom wird zur Pflicht, nicht zur Kür.
Deutz baut sich still und leise zu einem Energieanbieter um. Weniger Zyklus. Mehr Planbarkeit. Mehr Wachstum. Für Investoren heißt das: Das Unternehmen positioniert sich neu. Und das könnte die Aktie langfristig stabiler und attraktiver machen.
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